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durch eigene Kräfte herausgehoben, sich autodidaktisch entwickelt und gebildet, dabei aber die Richtung in den Abgrund des eigenen Daseins genommen; deshalb er denn ein freiwilliges Märtyrerthum untergangen und sich an sich selbst im Einzelnen und im Ganzen zu begreifen gesucht. Ich sah ibn mit Riemer und Rehbein (Goethes Hausarzt); gar wunderlich nimmt sich ein solches Wesen unter Protestanten aus, die sich doch immer zwischen der Aussen- und Innenwelt im Gleichgewicht zu halten suchen. Ich hätte wol gewünscht, ihn einige Tage festzuhalten; die grosse Tragweite seines innern Wesens und consequenten Wirkens, seine Eigenthümlichkeit zu schauen war Vieles werth.

Die Wiener „Tagespost“ berichtet über einen neu aufgetauchten Naturdichter, einen Bauerburschen Namens P. K. Rosegger aus dem Mürztbale, dem auch bereits vom Grafen Anton Auersperg Worte der Anerkennung zu Theil geworden sind. Als Probe, wie gegenständlich und naiv der Sänger aus dem Mürztbale singt, wird folgendes Gedichtchen mitgetheilt:

I bin jüngst verwich'n
Hin zau Pforra geschlichn:
„Därf ih s Diandl liabn ?
„Untasteh di pitt, bei meina Seel,
Wann dus Diandl liabst, so kimmst in d’Höll!“
Bin ih vull Valonga
Zu da Muata ganga:
,,Därf ih s Diandl liabn?“
„O mei liaba Schotz, es is' nob zfrua,
Noch funfzehn Jabrin erst, mei liaba Bua!“
War in grossn Nötbn,
Han in Vota bein :
„Därf ih s Diandl liabn?"
„Dunners Schlangl!“ schreit er in sein Zurn,
Willst mein Steckn kostn, konpst es thuan!“
Wusst nix anzufonga,
Bin zu Herrgott gonga:
„Därf ih s Diandi liabn?"
» Ei jo freili,“ sogt er und hat glacht,
„Wegn an Büaberl han ib s Diandl gmacht!"

Die kaiserliche Akademie der Wissenschaften in Wien bat unterm 28. Mai d. J. zwei Preise ausgeschrieben, und zwar die philosophisch: historische Classe die Preisfrage: „Es ist eine Darstellung von Otfried's Syntax zu liefern.“ Die Classe hat dabei zunächst eine treue, sorgfältige und vollständige Bezeichnung der syntaktischen Thatsachen im Auge, welche Otfried's Evangelienbuch darbietet. Sie würde aber unter mehreren sonst gleich guten Arbeiten derjenigen den Vorzug ertheilen, welche die Eigenthümlichkeiten von Otfried's Sprachgebrauch durch Herbeiziehung der übrigen althochdeutschen Quellen scharf zu umgrenzen und durch weiteren Umblick auf verwandte Sprachen bistorisch zu erläutern verstünde. Der Termin der Einsendung der Schrift ist der 31. December 1870. Der Preis von 500 A. Oe. W. wird eventuell in der feierlichen Sitzung am 30. Mai 1871 zuerkannt. Die um den Preis werbenden Abhandluogen dürfen den Namen des Verfassers nicht enthalten und sind, wie allgemein üblich, mit einem Motto zu versehen. Jeder Abhandlung hat ein versiegelter, mit demselben Motto versehener Zettel beizuliegen, der den Namen des Verfassers enthält. Die wirklichen Mitglieder der Akademie dürfen an der Bewerbung um diesen Preis nicht tbeilnehmen.

Zur deutschen Grammatik. *

e.

Als eine dem deutschen Sprachgeiste widerstrebende moderne Marotte ist zu bemerken:

Die Auslassung der Hilfsverba „haben“ und „sein“, auch wo sie nicht durch besondere Gründe gerechtfertigt ist. Beispiele finden sich in der Tagesliteratur sehr häufig, sind aber auch sonst nicht selten: vgl. Reisebriefe von Jul. Lessing, Nat. Zeit. Sonnabend den 3. Juli (. . . trotz der kläglichen Räume, in denen die meisten Stücke untergebracht scil. sind). Auffallend oft kebrt die eben besprochene Eigenheit u. A. wieder in einer Abhandlung über „Antiochus den Grossen“ von Dr. Wutzdorf, Görlitz 1828: Vgl. S. 39 (Nun musste aber P. Scipio, der krank geworden, nach Eläa gebracht werden, und Cn. Domitius übernahm, da der Consul nicht kriegserfahren scil. war, statt seiner die Leitung des Heeres), S. 40 (Aus dieser festen Stellung hätten ihn die Feinde, zumal da sein Heer doppelt so gross als das feindliche scil. war, nicht leicht verdrängen können), Es versteht sich von selbst, dass nicht jede Auslassung der Art verworfen werden soll. In gewissen hinlänglich bekannten Fällen ist sie vollständig in der Ordnung, in anderen wenigstens erträglich: Vrgl. ibid. S. 40 (Da man den Feind, der so lange gar nichts gethan scil. hatte, trotz seiner Uebermacht verachtete), S. 46 (In Griechenland ging, da die Römer gegen Osten einen Schritt weiter getban scil. hatten, das römische Protectorat allmäblich in eine Hegemonie über).

Noch mehr als die ungerechtfertigte Auslassung der Hilfsverba widerstrebt dem deutschen Sprachgebrauch:

f. Die Anwendung der passivischen Construction in Fällen, wo man einen activischen Satz mit einem unbestimmten Subjecte wie „man“ oder dgl. erwartet: „Es wurde versucht, dies zu erlangen“ st. „Man versuchte dies zu erlangen.“ Dieser Gebrauch scheint in der Zeitungsliteratur sich einer wachsenden Beliebtheit zu erfreuen. Vgl. Nationalz. vom 11. Mai d. J. (Dass diese tadelnswerthen Commentare Niemand anders verdankt werden), ibid. 1. Juni (Ein ausfübrliches Communiqué, worin in sehr gewun. denen Phrasen die Anschauung zu widerlegen gesucht wird, ibid. 9. Juli (Denn sie die Frauen vor Allen muss es interessiren, dass die Wiedergeburt des Dramas ihrem Geschlecht verdankt wird). Noch auffallender ist folgende Stelle aus einem Jahresbericht der Aeltesten der Kaufmannschaft zu Tilsit: „Dass von gewissen Seiten der Militarismus zur Geltung zu bringen und festzuhalten versucht wird.“ Weniger ist einzuwenden gegen solche Stellen wie Grenzbot. Jahrg. XXVIII, No. 18, S. 195 (Zweifelhafter könnte sein, was mit den Ausfällen gegen Baiern und

* Druckfebler - Berichtigung: Bd. XLIII, S. 469, Z. 9 von oben lies: „Nach cum Gen.“ statt „Nach im Gen.“

andre süddeutsche Staaten gewollt wird), doch würde auch hier die andere Ausdrucksweise den Vorzug verdienen.

Einen groben grammatischen Fehler enthält:

9. Die jetzt sehr häufig vorkommende Verbindung: „Darin oder hierin willigen st. darein oder hierein willigen“, „sich darin fügen oder finden“ st. sich darein fügen und finden“ oder Aehnliches." Auch hier mögen einige Beispiele aus der Nationalz. genügen: Vgl. das Feuilleton vom 10. Juni d. J. (Da aber der König von Preussen hierin nicht willigen wollte); ibid. vom 9. Mai d. J. (Sie haben darin gewilligt); ibid. vom 27. Juli, Abendausgabe, Schreiben Waldecks an seine Wähler (Eine passivere Art der Theilnahme an der Volksvertretung als die gewohnte werden weder sie von mir wünschen, noch würde ich selbst mich darin finden können). Landsberg a. d. W.

Fr. Ad. Wagler.

In dem Juliheft der ,,Preussischen Jahrbücher“ findet sich ein Artikel: „Goethe und Suleika“, in welchem eine sehr merkwürdige Enthüllung über einige der schönsten und bekanntesten Gedichte des „Westöstlichen Divan“ mitgetheilt wird. In nicht anzuzweifelnder Weise wird der Nachweis gefübrt, dass zwei der vollendetsten Lieder des Buches „Suleika“, gerade die, welche man zu den schönsten Perlen Goethescher Lyrik zu rechnen pflegte, nicht von Goethe sind, sondern das Werk einer ihm eng befreundeten Frankfurter Dame - Marianne v. Willemer. Diese Freundin des Dichters ist bis jetzt wenig bekannt. Aus den Lebensnachrichten der Brüder Boisserée, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurden, erfuhr man zum ersten Mal Einiges über sie; ihre Beziehungen zu Goethe treten erst in diesem Aufsatz zu Tage. Als junges Mädchen von siebzehn Jahren wurde sie einer begonnenen Theaterlaufbahn durch die Verheirathung mit einem beträchtlich älteren Manne entzogen; ihre Ehe, scheint es, war für sie nichts mehr als ein Amt pflichttreuer PAege und Hingebung; nach dem Tode ibres Gatten selbstständig geworden, machte sie ibr Haus zum geistigen Mittelpunkt der gebildeten Frankfurter Gesellschaft, der auch von allen bedeutenden Gästen Frankfurts aufgesucht zu werden pflegte. So lernte Goethe im Jahre 1814 sie kennen; ein inniges geistiges Verhältniss knüpfte sich an, welches bis zu des Dichters Tod ununterbrochen bestand; das Denkmal desselben ist ein umfangreicher Briefwechsel; Marianne hat in ihrem Testament verfügt, dass derselbe erst zwanzig Jahre nach ihrem Tode veröffentlicht werde; bis dahin ruht er auf der Frankfurter Stadtbibliothek. Man mag sich darauf freuen, wenn dereinst dieser Schatz an das Tageslicht treten und ein neues jener wundervollen Goethe'schen Freundschaftsverbältnisse zu Frauen sich aufthun wird, welche so hell und warm strahlende Partien in dem Geistesleben des Dichters bilden. Der Briefwechsel mit Marianne v. Willemer wird vielleicht dem mit Charlotte v. Stein an Bedeutsamkeit nicht nachstehen für die späteren Jahre Goethe's. Einen Blick in das Wesen der anziehenden Frau und auf ihre Beziehung zu Goethe lässt uns vorläufig der erwähnte Aufsatz thun. Der Verfasser desselben lernte Marianne im Jahre 1849 kennen, wo sie noch immer als bejahrtes „Grossmütterchen“, wie sie sich, obgleich kinderlos, gern nennen liess, aber voll

Bekanntlich steht darin“ nur statt „in c. Dat.“, Niemand aber wird sagen wollen: „Ich willige in einer Sache,“ sondern nur: „Ich willige in eine Saché", mithin muss es bier nothwendig „darein“ st. „darin" beissen.

unverwelklicher Frische des Geistes lebte. Es scheint, sie hat nur zu wenigen Menschen über ihr Verhältniss zu Goethe gesprochen; unser Verfasser gehörte zu diesen Bevorzugten; bei wiederholtem Begegnen, in einem bis an den Tod fortgesetzten Briefwechsel gewährte sie ihm einen Einblick in diese Beziehungen, an deren Erinnerung sie selbst ein langes späteres Leben hindurch gezehrt hat. Da tritt nun namentlich der oben angedeutete Anspruch Mariannens zu Tage. Es stellt sich heraus, dass das Buch „Suleika“, im westöstlichen Divan, ganz die Wiederspiegelung dieses Verhältnisses zwischen ihr und Goethe ist und erst durch diese Kenntniss sein volles Verständniss erhält. Aber mehr noch; es zeigt sich, dass Goethe eine Anzahl der eigenen Lieder Mariannens ohne weiteres, höchstens mit ganz leisen Veränderungen, in seine Sammlung aufgenommen hat und dass wir in dieser Frau eine Dichterin zu verehren haben, der Gedichte ersten Ranges gelungen sind. Der Briefwechsel wird künftig den Antheil, der ihr an dem Buche „Suleika“ zukommt, wahrscheinlich völlig auf klären; einstweilen steht authentisch fest, dass zwei der herrlichsten Lieder des Divan ihr zugehören; das eine: „Was bedeutet die Bewegung? Bringt der Ostwind frohe Kunde?" das andere: „Ach, um deine feuchten Schwingen, West, wie sehr ich dich beneide.“ Wie oft baben wir die beiden unvergleichlichen Lieder gelesen und gehört, die auch durch treffliche musikalische Composition uns noch öfter als andere nahe gebracht wurden, und wir meinten den Hauch des Goethe’schen Genius ganz besonders warm in ihnen zu fühlen – nun ist es das Herz einer bisher kaum in weiteren Kreisen bekannten Frau, dem diese tiefen, innigen Laute entströmt sind. Wie wunderbare Geheimnisse ruhen doch noch allenthalben unter Schleiern, wo wir auch noch so klar zu sehen vermeinen! Doch mit diesen Zeilen sollte nur auf den höchst lobenswerthen Aufsatz selbst hingewiesen werden, der den anziehenden Gegenstand in äusserst anmuthiger Weise behandelt. Er ist mit den Buchstaben H. G. unterzeichnet; wir irren wohl nicht, wenn wir den Biographen Michelangelo's, Herman Grimm, als seinen Verfasser vermuthen.

Sprachgeschichtliches zur französischen Grammatik. 1. Auch das Neufranz. gebraucht hin und wieder das einfache que im Sinne unseres als dass“, so Toepffer, Nouv. genev.: Je sais que monsieur Jules aime les arts, il dessine lui - même avec talent; rien de plus naturel qu'il voulût voir l'ouvrage d'un homme habile. So die Originalausgaben; die auch sonst unzuverlässige Bielefelder Ausgabe macht die willkürliche Aenderung: C'est donc fort naturel qu'il voulût voir etc. Den angeführten Sprachgebrauch beobachtet u. a. auch Galland in seiner klassischen Uebersetzung von 1001 Nacht; dort sagt nämlich der Zauberer zu Aladin: Je ne demande autre chose de vous que vous m'obéissiez exactement, und Molière, Tart. III. 6 schreibt: J'aimerais mieux souffrir la peine la plus dure, qu'il eût reçu pour moi la moindre égratignure. Vgl. auch Berquin, le déserteur: C'est aussi vrai qu'il n'y a qu'un Dieu et que nous sommes pauvres. Noch ein modernes Beispiel aus dem Journal de Genève: Ce sont là des arguments qui ne sont pas sérieux. C'est ce que nous voulons chercher à démontrer, ne demandant pas mieux qu'une discussion s'engage. Ein doppeltes que ist mir bisher nur bei Joinville begegnet, Ed. Capperonnier 1761, pag. 4: Car vraiement ie ameraie miex que un Escaut venist d'Escosse et gouvernast le peuple du Royaume bien et loialement que que tu le gouvernasse mal apertement. Sonst suchen die Schriftsteller, namentlich die modernen, lieber eine andere Wendung. Vgl. Molière, Tart.

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IV, 2: Et songez qu'il vaut mieux encore qu'il en mésuse que si de l'en frustrer il faut qu'on vous accuse. J. J. Rousseau, Em. III: Jaime mieux qu'il pave les grands chemins que de faire des fleurs de porcelaine. Kühn schreibt Massillon: Qu'il (le roi) soit encore plus jaloux qu'on ne touche point aux anciennes bornes de la foi qu'à celles de la monarchie (als dass man die Grenzen der Monarchie verletze). Il est bien plus vraisemblable que Pythagore dût ce théorême aux gymnosophistes qu'il ne l'est qu'il ait immolé cent boeufs. Voltaire. Au reste, mon ami, j'aimerais mieux que cette pièce ne fût jamais jouée que si elle était aplatie. Beaumarchais. Mais j'aime cent fois mieux qu'il les ignore que s'il faut que vous les lui disiez. J. J. Rousseau. Werfen wir nach dem Bishergesagten einen vergleichenden Blick auf das Altfranz. Da wir schon bei den lat. Klassikern das blosse quam für quam ut antreffen, wie in folgenden von Kühner angeführten Citaten: Zeno perpessus est omnia potius quam conscios delendae tyrannidis indicaret. Cicero. Depugna potius quam servias. Derselbe; so ist es nicht zu verwundern, wenn das Altfranz. diesem Vorgange folgte. Da ferner den ältesten Sprachdenkmälern verkürzte Sätze noch gar nicht geläufig sind, kommt unser Fall sehr häufig vor. Das Rolandslied liefert eine grosse Zahl von Stellen; z. B. 2. 59 W. Müller: Asez est mielz qu'il i perdent les testes, que nus perduns clere Espaigne la bele (als dass wir verlieren). Eine Stelle weist auch das noch ältere Eulalialied: Melz sostendreit les empedementz, qu'elle perdesse sa virginitet: (lieber würde sie alle Qualen erdulden, als dass sie ihre Jungfräulichkeit verlöre); vgl. noch die Passion du Christ aus dem X. Jahrhundert: Melz ti fura non fusses naz que me tradas per cobetad (besser wäre es für dich gewesen, dass du nicht geboren worden wärest, als dass du mich (jetzt) verrathest aus Habsucht.) Mätzner altfranz. Lieder p. 127 bemerkt zu den Versen: Jaim mieus pour li ceste paine assentir, cun tout seul jour leusse entroubliee (Lieber will ich um ihretwillen diesen Schmerz erdulden, als dass ich sie nur einen einzigen Tag vergessen hätte): „das que in cun (c'un) entspricht dem lat. quam quod (ut), es sollte also eigentlich que que stehen; in der Regel tritt jedoch diese Verdoppelung nur dann ein, wenn der Letzte der beiden zusammengezogenen Nebensätze mit ce eingeleitet wird (que ce que). Vgl. Moomerqué, th. fr. p. 239. 567. Unser Fall ist häufig.“

Zum Schlusse noch eine Stelle aus dem von Brunet edirten, ursprünglichen Gargantua, für dessen Verfasser er Rabelais erklärt; c. 46: Dieu sera iuste estimateur de nostre different, lequel ie supplye plustot par mort me tollir de ceste vie et mes biens deferir devant mes yeulx que par moy viles miens en rien soit offensé.

2. Die Grammatiker bezeichnen das altfranz. Part praes. meist kurzweg als eine Form, die keine Femininflexion besessen habe. Diez III. 247 scheint mir anzudeuten, dass das Part. praes. nur als Verbaladjectiv eine solche Form aufweise, und fübrt aus LRs das Beispiel an: s'eu alad criante et plurante. Zu dem der franz. Grammatik geläufigen Begriffe des Adjectif verbal scheint aber das angeführte Citat nicht zu passen; ich glaube vielmehr, man müsse criante und plurante als eigentliches Particip auffassen. Die LRs geben auch an anderen Stellen dem Part. praes. als solchem die Femininflexion, z. B. pag. 70: Les femes e les meschines vindrent encuntre le rei Saul . charolantes e juantes et chantantes que Saul ont ocis mil e David dis milie. Umgekehrt findet sich das Adjectif verbal häufig ohne Genusflexion, so immer im Rolandslied, 949: noz espees sunt bones e trenchant; ib. 1831: les ewes curant (fliessende Wasser) 2512: clere est la noit e la lune luisant. Vgl. hiezu Mätzners altfranz. Lieder, wo ebenfalls keine Femininflexion sich zeigt, p. 31: dame vaillant, p. 15: dame entundant, p. 26: bonce riant, p. 64: la plaisant maladie, p. 56: moult est plaisant la bele. Dagegen hat LRs. p. 93: apelerent cel lieu la Pierre departante (vocaverunt locum illum Petram dividentem). Es fällt mir nicht ein zu läug

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