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Lied die Veranlassung seines Todes geworden, und welches dieses Lied gewesen sei, muss ebenso zweifelhaft bleiben, wie sich über die mithandelnden Personen und die näheren Umstände der Erzählung gewisses nicht bestimmen lässt. Manches ist als spätere Erfindung klar zu erkennen und insbesondere die Episode vom gegessenen llerzen entschieden als sagenhaft zu bezeichnen.

Von den elf Gedichten, die dem Trobador zugeschrieben werden, hält Hüffer nur sieben für eclit. Von sämmtlichen gibt er einen kritisch revi. dirten Text mit den wichtigsten Varianten, lässt dann metrische Bemerkungen folgen, und schliesst mit drei Proben einer wohlgelungenen Uebersetzung

(Augs. Allg. Zeit.)

Erklärung Eingangs des 11. Bandes des in Leipzig erscheinenden Jahrbuchs für Romanische und Englische Literatur hat Professor Bartsch in Rostock meine in früheren Bänden vorliegender Zeitschrift abgeriruckten Berichte über die provenzalischen Liederhandschriften in Italien einer Kritik unterzogen, worin er mir eine Unzahl fast obne Ausnahme unbegrün:leter, zum grossen Theil gradezu lächerlicher Vorwürfe macht. Obwohi die böswillige Absicht dieser Kritik keinem Unbefangenen entgehen konnte, säumte ich nicht, eine eingehende, aber möglichst kurz gehaltene Widerlegung derselben an die Redaction des Jahrbuches einzusenden und zweifelie nicht daran, dass dieselbe gern bereit sein würde, die mir in ihren Blättern widerfabrene Beschimpfung wieder gut zu machen. Ich täuschte mich jedoch hierin. Herr Prof. Lemcke begnügte sich damit mir mitzutheilen, dass er „nicht nur die Gerechtigkeit meiner Beschwerden, sondern auch den durchaus maassvollen und würdigen Ton meiner Erwiderung an Bartsch vollständig anerkenne,“ was aber den Abdruck betreffe, so müsse ich meine Replik entweder auf eigene Kosten als eine besondere Beilage zur Zeitschrift, welche die Redaction nichts angebe, erscheinen, oder aber mir gefallen lassen, dass meine Rechtfertigung vorher an Bartsch zur sofortigen Widerlegung (!) eingesandt werde, da er sich sonst Unannehmlichkeiten zuziehe. Da ich auf diese willkürlichen und meiner Ansicht nach durchaus unbilligen Bedingungen nicht eingehen wollte, Herr Prof. Lemcke aber von denselben nicht abzubringen war, blieb mir in Ermangelung eines norddeutschen Pressgesetzes Nichts übrig, als um Rücksendung meines Artikels zu bitten, welche denn auch mit grösster Bereitwilligkeit erfolgte.

Zur Veröffentlichung derselben ist leider hier nicht der geeignete Ort, daher es bei der vorstehenden Erklärung sein Bewenden haben mag. Das Verfahren der Redaction richtet sich selbst, und was Bartsch betrifft, so Tüge ich noch binzu, dass seine Vorwürfe nicht nur fast ohne Ausnahme ungerechtfertigt sind, sondern dass auch das Ungerechtfertigte, wenigstens des grössten Theiles derselben, einem Manne von seiner Bildung nothwendig bewusst gewesen sein muss, wovon sich aus meiner von der Redaction des Jahrbuches mir wieder zurückgeschickten Replik jeder Leser auf das Deutlichste überzeugt haben würde.

Grüzmacher.

DER KLEINE LIVIUS.

FÜR MITTLERE GYMNASIALKLASSEN

BEARBEITET VON

M. ROTHERT.
1. Heft. (Buch I.) Mit einem Plane des alten Roms.

2. Auflage mit Wörterbuch 6 Sgr.

2. Heft. (Buch II. III.) 2. Auflage 8 Sgr. Der kleine Livius hat den vollsten Anspruch auf allgemeine Beachtung, indem Herr Director Rothert in diesem Auszuge aus dem alten Classiker ein dem Bedürfnisse der jetzigen Gymnasien entsprechendes Lesebuch der lateinischen Sprache darbietet, das von den geachtetsten Schulmännern, auf deren Wunsch für das erste Heft auch eine Ausgabe mit Wörterbuch zum bequemeren Gebrauche für den Unterricht erschien, mit der grössten Anerkennung beurtheilt worden ist.

Verlag von George Westermann in Braunschweig, THE VICAR OF WAKEFIELD.

A TALE

by Oliver Goldsmith. Nach Walter Scott's verbessertem Texte durchgängig accentuirt. Nebst sacherklärenden Noten und einem vollständigen Wörterbuche mit der

Aussprache nach
J. Walker, Stephen Jones und William Perry.

Bearbeitet von

Christian Heinrich Plessner, ehemaligem öffentlichen Lector der englischen und französischen Sprache an dem Gymnasio zu

Stralsund.

15. Auflage. 8. Fein Velinp. geh. 10 Sgr. Die Plessner'sche Ausgabe von Goldsmith's Vicar of Wakefield empfiehlt sich für den Gebrauch beim Unterrichte in der englischen Sprache namentlich

durch die durchgängige Accentuation des Textes,
durch ein vollständiges Wörterbuch,

und Angabe der Aussprache mittelst deutscher Buchstaben. Die Brauchbarkeit derselben hat durch fünfzehn schnell aufeinander folgende

Auflagen die beste Bestätigung gefunden. Der Preis ist äusserst billig.

Bei George Westermann in Braunschweig ist erschienen :

Liechtenstern's & Lange's Schul-Atlas. Neue Bearbeitung von Dr. Henry Lange.

14. Auflage. Ausgabe für die unteren Classen in 29 Blatt à 1 Thlr. 15 Sgr. Ansgabe für die mittleren Classen in 37 Blatt à 1 Thlr. 27 Sgr. Ansgabe für die oberen Classen in 44 Blatt à 2 Thlr. 9 Sgr.

Die Verlagshandlung glaubt dies ausgezeichnete Werk der Aufmerksamkeit von Lehrern und Schülern in dieser neuen Bearbeitung mit Recht empfehlen zu dürfen.

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Abhandlungen.
Ueber die verschiedene Behandlung der Ballade. Von A. Goerth
Ben Jonson als Lustspieldichter. Von Dr. Oscar Ulbrich
Der Hund in den Romanischen Sprachen und dem Englischen. Von Dr.

Fr. Brinkmann

Selta 369 407

425

465,

Beurtheilungen und kurze Anzeigen.
H. E. Bonnell, Auswahl deutscher Gedichte. (C. Burmann).
Beiträge zur Völkerkunde aus Wort und Lied. Von Dr. A. Boltz. (Dr.

A. Stimming)
Die handschriftlichen Gestaltungen der chanson de geste ,Fierabras“ 'und

ihre Vorstufen, von Dr. Gustav Gröber. (Dr. A. Stimming)
Choix de Poésies. Par Dr. Burtin. (Dr. Ritz)

467

468 471

Miscellen.

Seite 472-475.

Bibliographischer Anzeiger.

Seite 476---480.

Beilage:
Von Herrn Ferdinand Hirt in Breslau.

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