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cui non dictus Hylas puer et Latonia Delos
Hippodameque umeroque Pelops insignis eburno,
acer equis ? temptanda via est, qua me quoque possim
tollere humo victorque virum volitare per ora.
primus ego in patriam mecum, modo vita supersit,
Aonio rediens deducam vertice Musas;
primus Idumaeas referam tibi, Mantua, palmas

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ein mildernder Ausdruck, der im enthalten eine Anspielung auf den Uebermass des Unwillens gleichsam Ennius, der in dem auf sich selbst an sich hält und nur durch Ableug- geschriebenen Epitaphium gesungen nung des Guten das Böse andeu- hatte: nemo me lacrumis decoret tet. Voss. Uebrigens hat V. zuerst nec funera fletu faxit; cur? volito dieses adj. und viele ebenso ge- vivu' per ora virum. bildete Ausdrücke wie inlaetabilis, 10. Als Sieger von dem Lande impacatus, impatiens, intractabilis, der Musen heimkehrend will ich die inclementia cet. gebraucht.

Musen selbst (d. h. ihren herrlich6. Hylas, s. E. 6, 43.

Lato

sten Gesang) in mein Vaterland nia Delos. Latona gebar auf der (Italien) mit mir führen, als Sieger Insel Delos den Apollo und die will ich die Siegespalme meiner Diana, s. Ovid. Met. VI, 332-336. Vaterstadt Mantua erringen, So

7. Um die Allwissenheit der Göt. dann gelobt Verg. nach Art der ter zu prüfen, hatte der lydische griech. Wettkämpfer, im Fall des König Tantalus seinen Sohn Pelops Šieges seinem Beschützer, dem geschlachtet und ihn den Göttern Octav., einen Tempel zu errichten, vorgesetzt. Nur Ceres merkte in unter dem er in weit ausgeführter ihrer Trauer um die geraubte Toch- Allegorie, bei der man aber ebenso ter nichts von dem Truge und ver- wenig wie in ausgeführten Vergleizehrte ein Schulterblatt; die übrigen chungen für jeden Zug eine BezieGötter warfen den zerstückelten hung suchen darf, ein Epos yerKnaben in einen Kessel und zogen steht. 'Die Richtung der Zeit, dem ihn in unversehrter Gestalt wieder Augustus durch Altäre und Tempel heraus; die Lücke wurde durch ihre Ehrfurcht zu bezeigen, gab eine elfenbeinerne Schulter ausge- dem Dichter die ungesuchte Veranfüllt, vgl. Ovid. Met. VI, 407 bis lassung zu der feinen Wendung, 411. Herangewachsen freite er um seine Aeneis „(richtiger: sein künfdie Hippodamia, welche ihr Vater, tiges Epos)“ auch als einen solchen der König Oenomaus von Pisa in Ausdruck seiner Anbetung unter Elis, dem bestimmt hatte, der ihn dem Bilde eines Tempels zu verim Wagenrennen besiege. Obgleich künden und darzulegen als einen Oenomaus mit vom Winde erzeug- Dombau der gesammten röm. Welt, ten Rossen fuhr und den Besiegten als dessen Mittelpunkt und in desmit seiner Lanze durchbohrte, wagte sen Kuppel gleichsam Augustus Pelops doch den Wettstreit und selbst im Glanze eines Halbgotts siegte, nach Einigen durch List, thront.' (Tittler.) nach Anderen, denen Verg., wie die 11. Aon. vert., s. zu E. 6, 65. Worte acer equis zeigen, folgt, vgl. die z. G. II, 176 angeführte durch den Beistand des Poseidon, Parallelstelle aus Hor. der ihm geflügelte Rosse gegeben 12. Idumaeas. Idumaea, ein Theil hatte.

Judäa's, war berühmt durch seine 9. virum vol. per ora. Diese W. Palmenwälder.

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et viridi in campo templum de marmore ponam propter aquam, tardis ingens ubi flexibus errat Mincius et tenera praetexit arundine ripas. in medio mihi Caesar erit templumque tenebit. illi victor ego et Tyrio conspectus in ostro centum quadriiugos agitabo ad flumina currus. cuncta mihi Alpheum linquens lucosque Molorchi cursibus et crudo decernet Graecia caestu. ipse caput tonsae foliis ornatus olivae dona feram. iam nunc sollemnis ducere pompas ad delubra iuvat caesosque videre iuvencos, vel scaena ut versis discedat frontibus utque purpurea intexti tollant aulaea Britanni. in foribus pugnam ex auro solidoque elephanto Gangaridum faciam victorisque arma Quirini,

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17-25. Auch circensische und scenische Festspiele will

Vergil, als Festgeber in einem mit Purpur verbrâmten Gewande (Tyrio in ostro) auftretend, dem Octavianus bei Mantua an den Ufern des Mincius (ad flumina) veranstalten. Aus Rücksicht auf den Octavian wird sich ganz Griechenland mit Hintansetzung der olympischen und nemeischen Spiele an diesem Feste betheiligen. Als Festgeber bringt Vergil auch Opfergeschenke, dona (vgl. A. IV, 453. IX, 626), und trägt als Opfernder einen Olivenkranz, an dem der Sitte gemäss (s. A. V, 556) nur die kleineren Blätter gelassen waren. In seiner Begeisterung sieht Vergil schon, wie er die Prozession, pompae, zu den Tempeln führt, um die Bildnisse der Götter in den Circus zu bringen; oder wie bei den scenischen Vorstellungen durch eine Bühnenveränderung den Zuschauern ein anderes landschaftliches Bild geboten wird, uod wie am Ende des Stücks der mit eingewebten Britannen geschmückte Vorhang, aulaea, (nicht wie bei uns, niedergelassen, sondern nach alter Weise) in die Höhe gezogen wird. Weil auf diese Weise die Köpfe der eingewebten Figuren

zuerst erblickt wurden, so schienen die Figuren selbst den Vorhang aufzuziehen.

19. Durch Alpheum, einen Fluss bei Olympia, werden die olympischen Spiele bezeichnet, wie durch lucos Mol. die nemeischen. Molorchus nämlich, ein Hirt zu Cleonae zwischen Korinth und Argos, bewirtete den Hercules, als er gegen den benachbarten nemeischen Löwen zog

20. crudo caestu, 8. Zu A. V. 69. - decernel cursibus et caestu, vgl. G. III, 218. A. VII, 525. XI, 218.

24. scaena ut vers. Bühnenveränderungen bewirkten die Römer dadurch, dass sie entweder die Hinterwand der Bühne, die auf einer unten befestigten Axe ruhte, umdrehten, oder die vorderen Decorationen zurückschoben, wodurch die hinteren sichtbar wurden.

26——33. Auf den Thürflügeln des Tempels sollen die 31-30 v. Chr. vom Octav. erfochtenen Siege in erhabener Arbeit dargestellt werden. Die Gangariden, ein indisches Volk an den Mündungen des Ganges, vertreten die Stelle der morgenländischen Völker überhaupt.

27. Weil Octav. durch seine Besiegung des Antonius dem römi

atque hic undantem bello magnumque fluentem
Nilum ac navali surgentis aere columnas.
addam urbes Asiae domitas pulsumque Niphaten

30 fidentemque fuga Parthum versisque sagittis et duo rapta manu diverso ex hoste tropaea bisque triumphatas utroque ab litore gentis. stabunt et Parii lapides, spirantia signa, Assaraci proles demissaeque ab love gentis

35 nomina , Trosque parens et Troiae Cynthius auctor. Invidia infelix furias amnemque severum Cocyti metuet tortosque Ixionis anguis immanemque rotam et non exuperabile saxum. schen Reiche wieder Ruhe und Si- transitiven Verben part. perf. p. cherheit verschaffte, giebt Vergil mit passiver Bed. Bei V. kommen so ihm, gleichsam als dem zweiten ausser triumphatus (vgl. auch A. VI, Gründer der Stadt, den ehrenden 837) noch vor: regnatus, A. II, 14. Namen Quirinus.

VI, 793, ululatus, A. IV, 609 und 28. hic, auf dem anderen Thür- erratus, A. III, 690. flügel magnumque fluentem, s. 34–36. Das Innere des Tempels zu G. I, 163. magnum, hochgehend, will Vergil mit den Statuen der vgl. Sen. nat. q. IV, 2, 2: prout ille Ahnen des Octav. ausschmücken. (Nilus) magnus influrit aut par- Das julische Geschlecht, in das cior. Thuc. II, 52: 0 4000T os To- Octav. durch Adoption gekommen ταμός ερρύη μέγας. .

war, berief sich auf folgenden Stamm29. nav. surg. a. col. Aus den baum: Jupiter, Dardanus, Tros, Schnäbeln der in der Schlacht bei Assaracus (ein Bruder des Ilus, Actium genommenen Schiffe sollen von dem Laomedon, der Vater des columnae rostratae gegossen wer- Priamus und des Tithonus, abden.

stammte), Capys, Anchises, Aeneas, 30. Niphates, ein Gebirge Arme- Iulus, vgl. Hom. Il. XX, 215—240. niens.

A. I, 286—288. Auch die Statue 31. Die Parther richteten auf des Apollo (Troiae Cynth. a., s. z. verstellter Flucht den Bogen gegen E. 6, 3. G. I, 502), der für den die Feinde.

Schutzgott des Octav. gehalten 32. 33. Am 13., 14. und 15. August wurde, soll hier aufgestellt werden. des Jahres 29 v. Chr. feierte Augu- Parii lap. Auf Paros, einer Instus den dalmatischen, den acti- sel des ägäischen Meeres, wurde schen und den alexandrinischen der beste Marmor gebrochen. Triumph. Diese dreifache Feier spirantia signa, gleichsam atherinnerte die Römer daran, dass er mende, also lebensvolle Bilder, vgl. schon früher einmal sowohl füber A. VI, 847. den Osten, als auch über den Westen 37—39. Endlich will Vergil seimit einer Ovation triumphirt hatte: nen Tempel noch mit einer bildüber den Osten 40 v. Chr. nach der lichen Darstellung zieren, welche Schlacht bei Philippi, über den We- den von den Furien in die Untersten 36 v. Chr. nach der Besiegung welt verstossenen Neid (die Quelle des Sextus Pompejus.

aller bürgerlichen Zwistigkeiten) 33. triumphatas. Die Dichter des zeigt. Ixion trachtete der Juno august. Zeitalters bilden von in- nach und wurde zur Strafe dafür

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interea Dryadum silvas saltusque sequamur
intactos, tua, Maecenas, haud mollia iussa.
te sine nil altum mens incohat; en age segnis
rumpe moras; vocat ingenti clamore Cithaeron
Taygetique canes domitrixque Epidaurus equorum
et vox adsensu nemorum ingeminata remugit.
mox tamen ardentes accingar dicere pugnas
Caesaris et nomen fama tot ferre per annos,
Tithoni prima quot abest ab origine Caesar.

Seu quis Olympiacae miratus praemia palmae pascit equos seu quis fortis ad aratra iuvencos, corpora praecipue matrum legat. optuma torvae forma bovis, cui turpe caput, cui plurima cervix,

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in der Unterwelt von einem Rade, V., und zwar noch A. IV, 569 und woran ihn nagende Schlangen fes- IX, 13, ging dann aber auch in die selten, in beständigem Wirbel um- Prosa über. gedreht, vgl. G. IV, 484. Der

46–48. Mit diesen 3 Versen giebt von Theseus wegen Strassenraubs

Verg. den Schlüssel zu seiner Alleerschlagene korinthische König Si

gorie in v. 13–39. syphus musste in der Unterwelt einen immer wieder zurückrollen

46. accingar dic. se accingere den Stein einen Felsen hinanwälzen,

und accingi in der Bed, sich wozu

anschicken findet sich nur bei den vgl. Hom. Od. XI, 593—599. 40. Dryadum, s. z. G. I, 11.

Dichtern und späteren Prosaikern. 41. inlactos, denn noch kein rö

Die Verbindung mit dem inf. ist mischer Dichter hatte liesen Gegen

neu, nachgemacht von Tac. ann. stand behandelt. haud m. i., in

XV, 51. sofern diese Dichtung mit grossen

48. Tithoni, s. z. G. I, 447. III,

35, Schwierigkeiten verbunden war, vgl. unten v. 289 sq.

1. Von den Pferden und Rin 42. en age leitet eine Selbstauf

dern, v. 49—285. munterung ein. Indem Vergil nämlich den Maecenas um Beistand an

49. Olympiacae palmae. Die Sieruft, hört der begeisterte Dichter ger in den olympischen Spielen erplötzlich das Getön der Herden vom

hielten ausser einem Kranze vom viehreichen böotischen Gebirge Ci

wilden Oelbaum auch einen Palmthaeron, das Klaffen der Jagdhunde zweig, den gemeinsamen Preis der (vgl. unten v. 405) von dem lako- Sieger bei allen Wettspielen. Plunischen Waldgebirge Taygetus und

tarch. Symp. VIII, 4, !: éon das Wiehern der Rosse von dem απορείν, τί δήποτε των αγώνων argolischen (s. unten z. v. 121) Epi- στέφανον άλλον άλλος έχει, τον δε daurus : und forteilend rust er zu- φοίνικα κοινή πάντες. . rūck, dass er, obgleich jetzt anderswohin gerufen, doch bald Cäsars

1. Die Zuchtkuh, v. 51–71. Thaten in einem unsterblichen Liede 51. corp. matr., s. z. G. IV, 475. verewigen wolle.

52. turpe caput d. i. eine breite 43. Die Redensart rumpere mo- Stiro, βούς ευρυμέτωπος und πλαram (moras) findet sich zuerst bei τυμέτωπος. .

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et crurum tenus a mento palearia pendent;
tum longo nullus lateri modus; omnia magna,
pes etiam; et camuris hirtae sub cornibus aures.
nec mihi displiceat maculis insignis et albo,
aut iuga detractans interdumque aspera cornu
et faciem tauro propior, quaeque ardua tota
et gradiens ima verrit vestigia cauda.
aetas Lucinam iustosque pati hymenaeos
desinit ante decem, post quattuor incipit annos;
cetera nec feturae habilis nec fortis aratris.
interea, superat gregibus dum laeta iuventas,
solve mares; mitte in Venerem pecuaria primus
atque aliam ex alia generando suffice prolem.
optuma quaeque dies miseris mortalibus aevi
prima fugit; subeunt morbi tristisque senectus
et labor, et durae rapit inclementia mortis.
semper erunt, quarum mutari corpora malis :
semper enim refice ac, ne post amissa requiras,

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53. crurum tenus, vgl. A. X, 210. tenus nimmt in der Verbindung mit dem Gen. das Subst. im Plur. zu sich, wenn dieses nicht Benennung einer Stadt oder eines Landes ist (Liv. 44. 40, 8 ist genu tenus zu lesen).

55. camuris von camur, nicht camurus, das griech. xaurúdos.

56. maculis et albo (vgl. E. 2, 41), röthlich oder dunkel mit weissen Flecken, $. z. G. II, 192.

60. Lucin. pati, die Lucina (Geburtsgöttin, vgl. E. 4, 10) erdulden, edlerer Ausdruck für parere kalben. Da h in den beiden griechischen Worten hymenaeus und hyacinthus Position machte (vgl. 2. A. VI, 398), so ist auch der Hiatus in diesem Verse von römischen Lesern wohl kaum bemerkt worden.

61. ante decem, post quattuor annos, neu für ante decimum, post quartum a.; ebenso Liv. XXXVIII, 51, 11: si ab annis septendecim ad senectutem semper vos aetatem meam honoribus vestris anteistis. Justin. VIII, 6, 7: cum igitur ad viginti annos pervenisset.

62. cetera, nämlich aetas. 63. superat, vgl. G. I, 189, II, 331.

64. solve mares. Einige Zeit vor der Begattung wurden die Stiere und Hengste von der Herde abgesondert, bisweilen auch im Stalle gehalten, s. unten v. 212–214. primus steht hier in gleicher Bedeutung wie G. II, 408.

66. optuma dies aevi, die Jugendzeit. mis. mort. Die Thiere werden sonst nicht mortales genannt; da hier aber ein Gedanke ausgesprochen wird, der sowohl von den Menschen als von den Thieren gilt, so folgte Verg. hier dem Grundsatze a poliori fit denominatio. fugit steht hier intransitiv, mis, mort. ist der dat. ethic.; der acc. mis ros mort. würde den Gedanken nahe legen: die Jugendzeit flieht yor den sterblichen Geschöpfen, sucht überhaupt nicht in ihre Gewalt zu kom

men.

70. semper enim ref., so ergänze sie denn, d. i., da es richtig ist, dass einige Kühe immer untauglich werden, so ergänze sie. Die sich an

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