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T.

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C.

Hic focus et taedae pingues, hic plurimus ignis semper et adsidua postes fuligine nigri;

50 hic tantum Boreae curamus frigora , quantum aut numerum lupus aut torrentia flumina ripas.

Stant et iuniperi et castaneae hirsutae, strata iacent passim sua quaeque sub arbore poma, omnia nunc rident: at si formosus Alexis

55 montibus his abeat , videas et flumina sicca. T. Aret ager; vitio moriens sitit aëris herba; Liber pampineas invidit collibus umbras: Phyllidis adventu nostrae nemus omne virebit, Iuppiter et laeto descendet plurimus imbri.

60 Populus Alcidae gratissima, vitis laccho, formosae myrtus Veneri, sua laurea Phoebo: Phyllis amat corylos; illas dum Phyllis amabit, nec myrtus vincet corylos nec laurea Phoebi. T Fraxinus in silvis pulcherrima , pinus in hortis,

65 populus in fluviis, abies in montibus altis: saepius at si me, Lycida formose, revisas, fraxinus in silvis cedat tibi, pinus in hortis. Venetia, quae est provincia fria καλα Ναις επινίσσεται, αι δ' αν gidior.

αφέρπη, χω τας βώς βόσκων και 49. Vgl. Theokr. 11,51: évti dovòs Bóes avórepai. ξιλα μου και υπό σπoδώ ακάματον , 53. Stant, kräftig stehen da, es πύρ. .

prangen.

Die Kastanienbäume 50. postes fuligine nigri. Die sind rauh von der Menge der Früchte Wohnungen der Aermeren hatten in stachlichten Schalen. keine Rauchfänge, der Rauch zog 56. abire findet sich mit dem durch Deffnungen in der Decke und abl. der Trennung in guter Prosa durch die Fenster und Thüren. nur bei der Angabe des Amtes, das

51. 52. Vgl. Theokr, 9, 20. 21: man verlässt, wie consulatu, magiέχω δέ τοι ουδ' όσον ώραν χεί stratu. ματος ή νωδός καρύων αμύλοιο 58. Den Gedanken: „der Weinπαρόντος.

stock verdorrt“ drückt Thyrsis ge53-60. Die beiden Strophen 53 ziert und nicht schmeichelhaft für bis 56 und 57-60 enthalten eine den Bacchus aus. Die ConstrucNachbildung und Erweiterung des tion invidere alicui aliquid kommt Inhalts der beiden folgenden Stro im V. noch vor G. 1, 503. A. IV, phen des Theokrit:8, 41–18: Cup 234. VIII, 509 und XI, 42, in der oís, évs'alyes Sidupatóxor, évfa Prosa erst bei den Schriftstellern μέλισσαι σμάνεα πληρoύσιν, και des silbernen Zeitalters. δρύες υψίτεραι, ένθα καλός Μίλων 60. Iuppiter, vgl. G. I, 418. II, βαίνει ποσίν, αι δ' άν άφέρπη, 419. χω ποιμήν ξηρός τηνόθι και βο 61. Alcides, Hercules, . 2. A. τάναι, παντά έαρ, παντά δε νομαι,

VI, 123. lacchus, s. zu E. 6, 15. παντά δε γάλακτος ούθατα πλή 65. Die in Gärten gezogene pinus θουσιν, και τα νέα τρέφεται, ένθα ist der Pinien- oder Zirbelbaum.

M.

Haec memini, et victum frustra contendere Thyrsim. ex illo Corydon Corydon est tempore nobis.

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ECLOGA VIII.

DAMON. ALPHESIBOEUS. Pastorum Musam Damonis et Alphesiboei, immemor herbarum quos est mirata iuvenca certantis, quorum stupefactae carmine lynces, et mutata suos requierunt flumina cursus, Damonis Musam dicemus et Alphesiboei.

Tu mihi, seu magni superas iam saxa Timavi,

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70. Seit der Zeit ist Corydon binden und s. v. a. Musa silvestris mir ein Corydon, d. h. der Name (E. 1, 2), rustica (E. 3, 84), agreCorydon selbst ist Ehrentitel ge stis (E, 6, 8). iuvenca. Der worden und bezeichnet sat' Foxnu sing. steht in collectivem Sinne, den trefflichsten Dichter; vgl. wie häufig bei Verg., auch zwischen Quint. X, 1, 112: Cicero apud plur., wie E. 4, 40. G. II, 443. III, posteros id consecutus est, ut-iam 410. non hominis nomen, sed eloquen 4. Der acc. suos cursus hängt tiae habeatur. Weniger gewählt nicht von requierunt ab, sondern drückt Theokrit (8, 92) denselben Ge ist als accus. limit. zu mutata hindanken mit den Worten aus: Knn zugefügt. Der Sinn also: nachdem τούτω πρώτος παρά ποιμέσι Δάφνις die Flüsse ihren natürlichen Lauf Byevro. - Die Eigenthümlichkeit zu den Sängern hin abgewandt der von Vergil gewählten Figur be haben, stehen sie still und lauschen zeichnet Quint. inst. IX, 3, 67 mit dem Gesange. den Worten: verbo idem verbum 6-13. Diese Verse enthalten eine plus significanter subiungitur. Widmung, welche mit dem Inhalt

Ecl. 8. In dieser Ekloge, wel der Ekloge in keiner Verbindung che den Wettstreit des Damon und steht. Servius bezog die Anrede Alphesiboeus enthält, besingt Da (v. 6) auf Augustus. Andere unter mon die Verzweiflung eines Hirten den alten Erklärern stellten, wohl über die Untreue seiner Geliebten, durch v. 10 verleitet, die VermuAlph. die Zaubermittel, die ein thung auf, dass die Zuschrift an Landmädchen anwendet, um den Asinius Polio, den Besieger der ungetreuen Liebhaber zu sich zu Parthiner, gerichtet sei. War diese rückzuführen. Auch dies Gedicht Ansicht richtig, so musste die Ekist eine Studie des Vergil. Er hat loge im J. 39 gedichtet sein. Da nun in ihm den Inhalt der 2. und 3. dieses Datum mit der Hypothese, nach Idylle des Theokrit zu einer Dich welcher sämmtliche Eklogen in den tung, der er die Form der zweiten Jahren 41--39 verfasst sein sollen, Idylle gab, verschmolzen.

übereinstimmt, so hat diese weniger 1-5. Gleichen Sinn für den Ge verbürgte Annahme allmählich die sang zeigen Thiere und leblose Na besser begründete Erklärung verturgegenstände E. 6, 27-29. drängt. Haben wir aber in den pastorum ist mit Musam zu ver Eklogen, wie sie gegenwärtig vor

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sive oram Illyrici legis aequoris, -en erit unquam
ille dies, mihi cum liceat tua dicere facta ?
en erit, ut liceat totum mihi ferre

per

orbem sola Sophocleo tua carmina digna cothurno? a te principium, tibi desinam. accipe iussis carmina coepta tuis atque hanc sine tempora circum inter victricis hederam tibi serpere laurus.

Frigida vix caelo noctis decesserat umbra, cum ros in tenera pecori gratissimus herba, incumbens tereti Damon sic coepit olivae.

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liegen, eine zweite Recension vor der illyrischen Küste durch Stürme uns, welche Vergil in den Jahren aufgehalten. Man konnte also in 27 — 25 vollendete, so liegt kein Rom über den Weg, den er zu Grund mehr vor, von der Interpre nehmen beabsichtigte, nicht untertation des Servius, mit der sowohl richtet sein. die Erhabenheit der an dieser Stelle Da Vergil die Widmung ohne gewählten Ausdrücke, als auch die jede Verbindung in die in sich abspätere Entwicklung der vergilischen geschlossene Dichtung eingeschoben Dichtung völlig übereinstimmt, ab hat, so ist anzunehmen, dass die zuweichen.

übrigen Theile der Ekloge früher, Zur Bestimmung der Zeit, in nach v. 12 wohl auf Anregung des welcher die Widmung geschrieben Augustus selbst gedichtet sind. ist, bieten sich folgende Momente 6. mihi dativus ethicus. Ueber dar: 1) Durch einen grossen Erfolg die Auslassung des Namens S. z. des Kaisers fühlte sich Vergil dazu E. 4, 10. 11. Timavi. Serv.: aufgefordert den kriegerischen Ehren ubi, ubi es, o Auguste, sive Veneden Gruss des Dichters hinzuzu tiae flumen transcendis; nam Tifügen (v. 12. 13). 2) Augustus be mavus fluvius est Venetiae.' fand sich nicht in Rom, sondern auf 7. en unquam, s. zu E. 1, 67. einer durch Stürme aufgehaltenen 10. Servius: 'ac si diceret: quamReise von Griechenland nach Italien quam impar sit ingenium meum (v. 6. 7). 3) Vergil hatte bereits laudibus tuis. nam tuae laudes den Plan gefasst die Thaten des merentur exprimi Sophocleo tanAugustus zum Mittelpunkt eines tum cothurno.' Epos zu machen (v. 8). 4) Er wurde 11. a te princ., Hom. II. IX, 97: noch durch eine Arbeit, deren Voll εν σοι μέν λήξω, σέο δ' άρξομαι, endung nicht ganz nahe zu sein vgl. E. 3, 60 m. 8. d. Anh. An schien, an der Ausführung dieses dieser Stelle des Verses gestattete Planes gehindert (v. 7. 8).

sich Vergil den Hiatus zwischen Hiernach ist es wahrscheinlich, einer Kürze und einer Länge, vgl. dass die Verse 6-13 im Jahre 30 E. 3, 79. 6, 44. verfasst sind, in welchem Vergil 12. carmina, die Lieder des Damit der Dichtung der Georgica be mon und Alphesiboeus. schäftigt war und Augustus, durch 13. Ueber den Epheu s.zu E. 7,25. die Nachricht von einem Soldaten 15. est ist hinter herba ausgeausstande erschreckt, eilig von Sa lassen, weil der Dichter zum Nachmos nach Rom zurückkehrte. Auf satze eilt, vgl. G. III, 326. A. VII, der Ueberfahrt wurde er zweimal, 374. zuerst an der ätelischen, dann an 16. Leitet V. den logischen Vor

D. 'Nascere praeque diem veniens age, Lucifer, almum, Str.a. coniugis indigno Nisae deceptus amore dum queror et divos, quamquam nil testibus illis profeci, extrema moriens tamen adloquor hora.

20 incipe Maenalios, mecum, mea tibia, versus. Maenalus argutumque nemus pinosque loquentis

b. semper habet; semper pastorum ille audit amores Panaque, qui primus calamos non passus inertis. incipe Maenalios mecum , mea tibia, versus.

25 Mopso Nisa datur: quid non speremus amantes ? iungentur iam grypes equis, aevoque sequenti cum canibus timidi venient ad pocula dammae. Mopse, novas incide faces: tibi ducitur uxor; sparge, marite, nuces: tibi deserit Hesperus Oetam.

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dersatz mit vix und dem plusqpf. ein, so lässt er den logischen Nachsatz in der Regel mit cum oder et (que) folgen, asyndetisch, wie hier, reiht er ihn nur noch A. III, 90. X, 659 und XII, 650 an. tereti olivae, der aus Olivenholz verfertigte Hirtenstab.

17—20. Der unglückliche Liebhaber, dessen Klagen Damon singt, hat die Nacht durchwacht und sieht jetzt den Morgenstern den Tag verkündigen, der seine Geliebte (coniux, wie dasselbe Wort v. 66 den Geliebten bezeichnet), die ihm so oft bei den Göttern Treue geschworen hatte, aber seiner Liebe nicht werth war, mit dem glücklichen Nebenbuhler Mopsus verbinden soll.

21. Maenalus, ein Berg Arkadiens.

22. Die Fichten heissen aus demselben Grunde loquentes (vgl. A. XI, 458. XII, 475), aus welchem der Hain argutum genannt wird, s. zu E. 7, 1.

24. Ueber Pan s. zu E. 2, 33. 26–28. Da einem Mopsus sich die reizende Nisa verbindet, so kann man ebenso unnatürliche Verbindungen in der Liebe erwarten, als wenn die Greife einträchtig mit den Pferden am Joche zögen (iung., vgl. E. 3, 91), oder furchtsame Damhirsche

mit den Hunden zur Tränke kämen. So haben wir hier eine Steigerung: die feindlichsten Thiere werden, durch die Menschen gezwungen, einträchtig arbeiten, ja sie werden aus eigenem Antriebe ihre gegenseitige Feindschaft aufgeben und friedfertig neben einander hergehen. Das Letztere wird allerdings erst später geschehen können als das Erstere, darum aevo sequenti.

27. Die Greife (grypes), ein Fabelthier des Alterthums, an Grösse einem Löwen gleich, mit Flügeln und dem krummen Schnabel eines Raubvogels versehen, lebten in fortwährendem Kampfe mit den stets berittenen Arimaspen, einer Völkerschaft im äussersten Nordosten, s. Herod. III, 116. IV, 13. 72, daher ihre Feindschaft mit den Pferden.

28. timidi. Verg. giebt den W. damma und talpa (vielleicht zur Vermeidung des ομοιοτέλευτον) das genus mascul., s. G. I, 183. III, 539.

29–30. Das dem Mopsus bevorstehende Glück sich ausmalend bezeichnet der unglückliche Nebenbuhler die Hauptmomente des heutigen Tages: die Abführung der Braut aus dem elterlichen Hause unter Fackelbegleitung; den Hochzeits

e.

malus error,

incipe Maenalios mecum , mea tibia, versus. o digno coniuncta viro, dum despicis omnis

d. dumque tibi est odio mea fistula dumque capellae hirsutumque supercilium promissaque barba, nec curare deum credis mortalia quemquam.

35 incipe Maenalios mecum, mea tibia , versus. saepibus in nostris parvam te roscida mala dux ego vester eram vidi cum matre legentem. alter ab undecimo tum me iam acceperat annus; iam fragilis poteram ab terra contingere ramos.

40 ut vidi, ut perii! ut me malus abstulit error!

incipe Maenalios mecum, mea tibia , versus. nunc scio, quid șit Amor; duris in cotibus illum

f. aut Tmaros aut Rhodope aut extremi Garamantes nec generis nostri puerum nec sanguinis edunt.

45 incipe Maenalios mecum, mea tibia , versus. nunc et ovis ultro fugiat lupus, aurea durae

52 schmaus, während dessen der Bräu dich sah, wie entbrannte ich von tigam unter die auf der Strasse ver Liebe!

Liebessammelte Jugend Nüsse auswarf; wahn. - Den Hiatus zwischen zwei das Betreten des cubile zur Zeit, Längen gestattet sich Vergil in den wo der bei Sonnenuntergang über Eklogen nur hinter der 3. und 5. dem thessalischen Oeta erscheinende Arsis. Vgl. noch Theokr. 2, 82: Abendstern dies Gebirge bereits χως ίδoν ως έμάνην ως μευ πέρι verlassen hat. novas inc. faces. θυμός ιάφθη. Da novus das Neue, was früher 43–45. Vgl. A. IV, 365-67 u. noch nicht existirte, bezeichnet, so Theokr. 3, 15. 16. bringt es oft in den Satz den Be 44. Tmarus, ein Gebirge in Epigriff des Anfangs einer Thätigkeit;

Rhodope, s. zu E. 6, 30. so hier: fange an, Fackeln (aus extremi Garamantes, weil die Kienspänen) zu schneiden, vgl. A. Garamanten, ein Volk Afrika's oberVII, 554. VIII, 695.

halb Gätuliens (des heutigen Fez32-35. Die früher so wählerische zan), den entlegensten Theil der daNisa heirathet den Mopsus! So stra mals bekannten Erde bewohnten, fen die Götter den Uebermuth. vgl. A. VI, 794. 34. hirs. superc.

In ihrem 45. edunt. Die Dichter gebrauUebermuthe schalt die Nisa des An chen häufig nach griechischer Weise beters prachtvolle Brauen strup das Praes. von einer schon abgepicht und seinen wohlgezogenen schlossenen, aber durch ihre WirBart übermässig lang. in sae

kungen in die Gegenwart reichenpibus, in dem umhegten Garten, so den Handlung; so hier edunt, tla in dumis G. IV, 130.

κτoυσι, sie haben ihn erzeugt und 38. legentem, vom Baume pflük sind seine Eltern. Vgl. A. VIII, ken, vgl. E. 2, 51. 3, 70. 92. 141. 294. IX, 266. X, 518.

39. alter ab und., d. h. er war 52--56. Amor vermag das Widereben aus dem 11. in das andere oder natürliche natürlich, das Unmögnächste Jahr getreten, vgl. E. 5, 49. liche möglich zu machen.

41. Ut vidi, ut perii! wie ich mala, Quitten, wie E. 3, 71.

rus.

aurea

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