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sub pedibus Styx atra videt Manesque profundi.
maxumus hic flexu sinuoso elabitur anguis
circum perque
duas in morem fluminis arctos,

245 arctos Oceani metuentes aequore tingui. illic, ut perhibent, aut intempesta silet nox, semper et obtenta densantur nocte tenebrae, aut redit a nobis Aurora diemque reducit; nosque ubi primus equis Oriens adflavit anhelis,

250 illic sera rubens accendit lumina Vesper. hinc tempestates dubio praediscere caelo possumus, hinc messisque diem tempusque serendi, et quando infidum remis impellere marmor conveniat, quando armatas deducere classis,

255 aut tempestivam silvis evertere pinum.

Nec frustra signorum obitus speculamur et ortus, temporibusque parem diversis quattuor annum. frigidus agricolam si quando continet imber, multa , forent quae mox caelo properanda sereno,

260 maturare datur: durum procudit arator vomeris obtunsi dentem, cavat arbore lintres,

244. anguis, s. oben zu v. 205. 257. Vergil empfiehlt dem Land

245. Der grosse und der kleine manne nicht Beobachtung der SterBär gehen nie unter, vgl. Ovid. ne, sondern Benutzung der SternMet. XIII, 727 Arctos aequoris tafeln des Eudoxus (s. E. 3, 40) und expers.

Anderer, worin der Auf- und Un247. intempesta nox, die todte tergang der Sterne nebst den ein. Stille der Nacht, wo alle Geschäfte treffenden Witterungen verzeichnet ruhen.

war, oder wenigstens Benutzung 250. adflavit anhel. Dem Athem der aus diesen Sterntafeln gezogenen der schnaubenden Sonnenrosse wer Hauskalender. den poetisch die Morgenlüfte, die 258. parem, sofern es in 4 gleivor dem Aufgang der Sonne wehen, che Jahreszeiten getheilt ist. zugeschrieben. 252-56. Aus der Annäherung und

3. Geschäfte an Regentagen, Entfernung der Sonne im Thier

v. 259-67. kreise können wir die kommende 260. properare eilig, maturare Witterung vorhersehen und die pas rechtzeitig beschaffen.

prop. sendste Zeit für die einzelnen Be wird in der class. Prosa intransitiv schäftigungen ermessen.

gebraucht, nur Sall. verwendet es 255. deducere.

uge nach dem Vorgange der Dichter auch standen im Winter auf Balken er transitiv. höht an den Ufern, Hor. Od. I, 4, 261. procudit, er schärft durch 1---2: Solvitur acris hiems grata Hämmern, vgl. Lucret. V, 1264–65: vice veris et Favoni, trahuntque quamvis in acuta ac tenuia posse siccas machinae carinas.

mucronum duci fastigia procu256. pinum, allgemein Bauholz; dendo, tempestivam, eine für uns adver 262. lintres, hölzerne Geräthe, bielle Bestimmung

wie Mulden, Tröge.

Die Fah

aut pecori signum aut numeros impressit acervis.
exacuunt alii vallos furcasque bicornis
atque Amerina parant lentae retinacula viti.

265 nunc facilis rubea texatur fiscina virga, nunc torrete igni fruges, nunc frangite saxo. quippe etiam festis quaedam exercere diebus fas et iura sinunt; rivos deducere nulla relligio vetuit, segeti praetendere saepem,

270 insidias avibus moliri, incendere vepres, balantumque gregem fluvio mersare salubri. saepe oleo tardi costas agitator aselli vilibus aut onerat pomis, lapidemque revertens incusum aut atrae massam picis urbe reportat.

275 Ipsa dies alios alio dedit ordine luna felicis operum. quintam fuge: pallidus Orcus Eumenidesque satae; tum partu Terra nefando

263. signum, s. G. III, 158. Bestimmungen darüber enthielten numeros impr. ac., er versieht die die libri pontificum. abgesonderten Getreidehaufen auf 270. rel., Religionsgesetz. dem Kornboden mit Täfelchen, auf 272. salubri. Die Schafe durfte denen die Zahl der Masse ange man auch an Festtagen schwemmen, geben ist. impr., das perf. nach aber nicht zur Reinigung der Wolle, den praes. procudit und cavat ver sondern bloss aus Rücksicht auf anschaulicht die emsige Thätigkeit ihre Gesundheit, um Räude zu verund Eile des Landmanns: er schärft hüten; s. G. III, 440 s. die Pflugschar, verfertigt hölzerne 274. lapidem inc., den geschärfGeräthe oder hat schon das Vieh ge ten Stein für die Handmühle. zeichnet und den Kornhaufen die 275. massam p., Pech zum VerZahl aufgeprägt. Aehnlich ist die pichen der Gefässe und den gährenStelle A. , 581---$3 aufzufassen. den Most zu würzen, s. G. II, 438.

264. alii vallos. Die Winzer spitzen Pfähle und Gaffeln, die Reben zu stützen, s. G. II, 359.

5. Geschäfte an bestimmten Tagen 265. Bei Ameria, einer Stadt in

des Monats, v. 276–86. Umbrien, wuchsen Weiden mit 276–86. Nach altem Aberglauschwanken und röthlichen Ruthen, ben, dem aber selbst noch Octavian die zum Anbinden des Weines be anhing (s. Suet. Oct. 92), eigneten nutzt wurden.

sich einige Tage jedes Monats für 267. Das Getreide, dörrte man, besondere Geschäfte, andere galten um es leichter auf der Mühle zu für Unglückstage. zermalmen, s. A, I, 179.

276. dies alios. So müsste Verg. 4. Geschäfte an Festtagen,

sagen, obgleich quintam, septima,

nona folgt, weil dies im plur. nur v. 268–75.

als masc. gebraucht wurde. 268–75. Nur alle Beschäftigun 277. felicis operum, zur Vergen, die des reinen Gewinnes wegen richtung der Feldarbeit. So steht unternommen wurden, waren an opera auch G. II, 472, felix c. Festtagen verboten. Die näheren

gen. s. z. E. I, 65.

Coeumque Iapetumque creat saevumque Typhoea et coniuratos caelum rescindere fratres.

280 ter sunt conati imponere Pelio Ossam scilicet, atque Ossae frondosum involvere Olympum; ter pater extructos disiecit fulmine montis. septima post decimam felix et ponere vitem et prensos domitare boves et licia telae

285 addere; nona fugae melior, contraria furtis.

Multa adeo gelida melius se nocte dedere, aut cum sole novo terras inrorat Eous. nocte leves melius stipulae, nocte arida prata tondentur, noctes lentus non deficit umor.

290 et quidam seros hiberni ad luminis ignis pervigilat ferroque faces inspicat acuto; interea longum cantu solata laborem argulo coniunx percurrit pectine telas, aut dulcis musti Volcano decoquit umorem

295 279. Die Titanen Coeus u. Iape Sommer, v. 290—291, als im Wintus waren Söhne des Himmels und ter, v. 292–296. Eous, der Morder Erde, das Ungeheuer Typhõeus genstern. mit 100 Drachenköpfen ein Sohn 289. Die Stoppeln, stipulae, und der Erde und des Tartarus. die Wiesen, die man nicht wässern Typhoea dreisilbig; vgl. Orphea kann, werden am besten des Nachts E. VI, 30.

gemäht, weil dann der Thau die 280. Ueber die Aloiden s. Hom. Stoppel und das Gras geschmeidig Od. XI, 305 — 320. Ovid. Met. I, und biegsam macht, so dass sie 151 - 160. Der Hiatus nach der nicht durch Sprödigkeit der Sense Hauptcäsur wie G. I, 341 und nach ausweichen. dem 5. Fusse wie G. IV, 461.

290. lentus wird die Feuchtigkeit 282. scilicet spricht, häufig mit

genannt, weil sie alle mit ihr beironischer Färbung, Verwunderung

hafteten Gegenstände schwank und über das Gesagte aus: ei sieh biegsam macht, vgl. unten zu v. doch! o Wunder! vgl. zu G. I,

331. 493. II, 245. 534.

291. Der Kienfackeln bediente 284. felix hat zuerst V. mit dem man sich ausser bei feierlichen GeInfin. verbunden; vgl. zu E. 5, 1.

legenheiten (s. 2. E. 8, 29) des 285. prensos, s. G. III, 207. do Nachts ausser dem Hause; die Landmitare, s. G. III, 163–176.

leute gebrauchten sie auch zur Be286. nona. Der neunte begin

leuchtung im Hause. s. E. 7, 49. stigt, da der Mond schon leuchtet,

293. solata, s. zu A. VI, 335. den auf Flucht bedachten Sklaven.

295. Volcano, Feuer, vgl. A. II, Der Herr muss also an diesem Tage

311; ebenso Ceres v. 297 Feldseine Sklaven besonders bewachen.

früchte; Bacchus v. 344 Wein.

Der erste Hypermeter, der bei V. 6. Geschäfte zur Nachtzeit, vorkommt,

denn in den Eklogen v. 287–296.

findet sich kein überzähliger Vers 287–296. Manches wird vortheil - ist auch der einzige, der sich nicht haft bei Nacht gethan, sowohl im auf que endigt; s. 2. A. VII, 470.

et foliis undam trepidi despumat aeni.
at rubicunda Ceres medio succiditur aestu
et medio tostas aestu terit area fruges.
nudus ara, sere nudus; hiemps ignava colono.
frigoribus parto agricolae plerumque fruuntur

300 mutuaque inter se laeti convivia curant. invitat genialis hiemps curasque resolvit, ceu pressae cum iam portum tetigere carinae, puppibus et laeti nautae imposuere coronas. sed tamen et quernas glandes tum stringere tempus

305 et lauri bacas oleamque cruentaque myrta, tum gruibus pedicas et retia ponere cervis auritosque sequi lepores, tum figere dammas, stuppea torquentem Balearis verbera fundae, cum nix alta iacet , glaciem cum flumina trudunl.

310 Quid tempestates autumni et sidera dicam, 296. foliis. Zum Abschäumen des cet., aber der Dichter zieht auch im Kessel siedenden Mostes (und. hier die Beiordnung der Sätze vor, tr. aen.) nahm man nicht Holz, vgl. G. II, 347. A. VII, 494. weil sonst der Most nach Rauch 304. coronas. Die heimkehrengeschmeckt hätte, sondern Blätter. den Schiffe (pressae , befrachtet)

trepidi. Ein naturgetreues Epi waren am Steuerruder mit Kränzen theton, der Kessel selbst zittert geschmückt. über dem Feuer.

305. quernae. Es gab auch ili

gneae und cerreae glandes. 7. Geschäfte bei Tage,

306. Mit Lorbern und rothen, v. 297–310.

im Winter gepflückten Beeren der 297. Das Korn ward unter der wilden Myrte würzte 'man Wein Aehre abgeschnitten; die hohe Stop und Oel. pel blieb zum Nachmähen (s. v. 307. Der Kranich ward für eine 289) oder zum Anzünden (v. 298) leckere Speise gehalten. Plin. nat. zurück. - at stellt die Zeit der Hitze hist. X, 30: Cornelius Nepos cum (aestus) der kühlen Nacht und Mor scriberet, turdos paulo ante coegenstunde entgegen. medio aestu, ptos saginari , addidit , ciconias nicht um Mittag, sondern wie magis placere quam grues, cum Servius richtig erklärt: per diem haec nunc ales inter primas exquando aestus est, vgl. G. III, 154. petatur, illam nemo velit attigisse. 299. nudus, leicht gekleidet.

309. Die Bewohner der baleari302. genialis, den Genien will schen Inseln waren treffliche Schleukommen: im Winter nach vollende derer. ter Jahresarbeit that jeder seinem 310. gl. c. fl. trud., Bezeichnung Genius oder Geburtsgott, vorzüglich des Eisgangs. an den Saturnalien (17. December), etwas zu Gute. — curasque res. In

V. Ungewitter und Sicherdieser Verbindung ist resolvere neu;

heitsmittel dagegen, V. gebraucht es in gleicher Ueber

v. 311-463. tragung A, II, 157. IV, 27. VI, 29. 1. Beschreibung der Ungewitter, 303. Streng logisch hätte es

v. 311-334. heissen müssen: ceu pressa-carina 311. Dem Auf- 'und Untergange

315

atque, ubi iam breviorque dies et mollior aestas,
quae vigilanda viris ? vel cum ruit imbriferum ver,
spicea iam campis cum messis inhorruit et cum
frumenta in viridi stipula lactentia turgent ?
saepe ego, cum flavis messorem induceret arvis
agricola et fragili iam stringeret hordea culmo,
omnia ventorum concurrere proelia vidi,
quae gravidam late segetem ab radicibus imis
sublimem expulsam eruerent; ita turbine nigro
ferret hiemps culmumque levem stipulasque volantes.
saepe

etiam immensum caelo venit agmen aquarum
et foedam glomerant tempestatem imbribus atris
collectae ex alto nubes; ruit arduus aether
et pluvia ingenti sata laeta boumque labores
diluit; implentur fossae et cava flumina crescunt
cum sonitu fervetque fretis spirantibus aequor.
ipse pater media nimborum in nocte corusca

320

325

der Gestirne schrieben die Alten verbiale Bestimmung des expulsam, grossen Einfluss auf die Witte vgl. A. I, 352. III, 70. V, 764. rung zu.

320. 321. ita ferrel: so würde 312. mollior aestas, der Spät- der Wirbel im Winter (wenn wir sommer, wo die aestas nicht mehr jetzt Winter hätten) das leichte ignea ist.

Stroh und die fliegenden Stoppeln 313. quae vig. vigilare aliquid umhertreiben. etwas wachend betreiben, ist eine 322. caelo venit, eig. zieht dem Verbindung, die sich bei V. zuerst Himmel zu, d. i. am Himmel herauf; findet, dann von Ovid. nachgeahmt caelo ist dat. zur Bez. des Zieles. wurde.

323. foedum glom. temp., ballen 314. inhorruit. horrere mit sei ein grausiges Unwetter aus schwarnen compositis von allen Dingen, zen Regenwolken zusammen. die eine rauhe oder spitze Aussen 324. collectae ex alto nubes. Die seite haben, das griech. polotew, aus dem Meere (nicht: in der Luft, so hier von dem reifen Aehrenfelde, vgl. A. I, 143) gesammelten, sich vgl. auch oben v. 151.

aufthürmenden Wolken. ruit 316. ind. arvis. Die Verbindung aether, in Strömen ergiesst sich des inducere, mit dem dat. statt der Himmel. mit in und dem acc. ist eine Neue 326. fossae, s. v. 114.

flum. sind seichte Flüsse, eigentlich 319. ab radicibus, vgl. v. 20. Flüsse mit hohem Uferrande, die ihr

320. expulsam, proleptisch als Bett nicht ausfüllen, vgl. G. IV, 427. Folge des eruere, also eruendo 327. fervet, “es siedet in brauexpellerent. Dieser proleptische senden Wogen die Meerfluth,' Gebrauch des Partic. kommt bei fretis, vgl. unten v. 356. Dichtern fast ebenso häufig vor, 328. corusca dextra. Dieselbe wie der der Adj, : vgl. G. I, 400. Verbindung bei Senec. Hippol. 155 : IV, 546. A. I, 69. II, 736. In vibrans corusca fulmen Aetnaeum sublimem liegt eine für uns ad

cava

rung V.'s.

тапи.

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