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was

zeichnen, so wie sheeps nachgewiesen wird; 5 p. 163 unter den zu Singularen gewordenen Pluralen die Erwähnung von sixpence (I have lost two six pences).

Wir berühren zum Schluss unserer Anzeige einige Punkte, über die wir eine von der des Verfassers abweichende Ansicht haben.

P. 91 im Capitel vom Numerus heisst es: „Haben Subject und Prädicat verschiedenen Numerus, so geht das Subject vor.“ Zum Beweise werden unter andern folgende Beispiele angeführt: „the most hateful sight was the lice; the first sight I met with was two men drowned; whose only' wealth is their flocks and herds; whose reign is the tainted sepulcres; the lowest we can fall to is our graves; the consequence was many disputes; that which grieved me, the gentlewoman's shoes. Wird durch den Satz einer Substanz ein Accidens beigelegt, so ist, nach unserer Ansicht, wenn Subject und Prädicat Substantiva sind, der weitere Begriff immer für den Prädicatsbegriff zu balten. Wir balten sight, wealth, reign, lowest, consequence, that which grieved me für die Prädicate, und wurden die Regel so fassen, dass im Allgemeinen das Subject, wie natürlich, den Numerus bestimmt, dass aber bei Voranstellung des Prädicats dieses oft durch Attraction über den Numerus des Verbs entscheidet.

P. 177 heisst es, dass der unbestimmte Artikel auch bei Pluralen stehen kann, die dadurch zu einem Ganzen zusammengefasst werden: a very few men; many a worthy youth; told of a many thousand warlike French; how many and many a one will read this; I have pass'd an agreeable two hours. Mit dem ersten und letzten Beispiele sind wir einverstanden, mit den andern nicht. P. 235 sagt der Verfasser selbst: „many (ags. maneg) sg. u. pl.“ Demnach ist in many a worthy youth und in many and many a one many für den Singular des adjectivischen Pronomen zu halten (manch), und in à many thousand warlike French ist many für den Singular des substantivischen Pronomens anzusehn (ags. menigo, Menge).

P. 181 lesen wir, dass Nomina propria den Artikel bekommen, wenn ein Adjectiv davor steht, das nicht mit seinem Substantiv wie zu einem Begriff zusammengewachsen ist, sondern es von andern gleichen Namens unterscheiden soll: the cartons of the inimitable Raphael, u. s. w. Grade das erste, hier citirte Beispiel scheint nicht sehr glücklich gewählt. Soll denn wirklich durch den Artikel der inimitable Raphael von einem imitable unterschieden werden? Ich würde sagen, dass das Nomen proprium mit einem Adjectiv verbunden den Artikel nicht erhält, 1) wenn das Adjectiv stehendes Beiwort des Substantivs ist, oder 2) als eine allbekannte Eigenschaft, als ein stehendes Beiwort des Nomen proprium bingestellt wird, und so mit demselben gewissermassen zu einer Begriffseinheit zusammenschmilzt. Wir meinen, dass man sich über of inimitable Raphael auch nicht zu wundern baben wiirde. Uebrigens bezieht sich die Regel nicht nur auf Nomina propria, auch auf wie solche angesehene Wörter (Pale Winter). Der Artikel bleibt auch vor geographischen Benennungen weg, wenn Substantiv und Adjectiv als Begriffseinheit betrachtet werden (Tropical Africa, Chinese Tartary). Der Artikel würde also stehen, 1) wenn das Adjectiv zwar blosses epitheton ornans ist, aber nicht als stehendes Beiwort betrachtet wird; 2) wenn dasselbe wirklich unterscheiden soll; also beide Begriffe nicht zu einer Einheit zusammenwachsen, sondern in ihrer Trennung festgehalten werden sollen.

P. 336: Askede him, whethence he come were ist als Beispiel eines Adverbialsatzes aufgeführt, der ein Raumverhältniss ausdrückt. Wenn

wenn

auch das Bindewort ein Adverb des Raumes ist, so scheint uns der Satz selbst doch zu den Casussätzen zu gehören, da derselbe das sachliche Object zu askede vertritt (to ask one after a tbing).

P. 395 ist unter den einfachen Versmassen an zweiter Stelle Heroic couplets oder riding rhyme erwähnt, und gesagt, dass dasselbe in der altfranzösischen Poesie ganz gewöhnlich sei, cf. Gerard de Viane: Bone chancòn plait yoş que je vos die de haute ystoire et dè grant bàronìe. Nach der von H. Sachs beliebten Bezeichnung hat der erste Vers zwei, der zweite vier Hebungen. Der Grund dieser Bezeichnung des Verses ist uns nicht bekannt. Nach unserer Auffassung ist der französische Décasyllabe in seiner gewöhnlichen Form ein zehn-, respective elfsylbiger Vers mit einer Caesur nach der vierten Sylbe, zwei festen Arsen (auf der vierten und zehnten Sylbe) und zwei oder drei unter gewissen hier nicht näher anzugebenden Beschränkungen beweglichen Arsen. Wir bezeichnen die obigen Verse:

Bòne chancòn plaìt vos que je vos die

De haùte ystoire et de grant baronie. Die Betonung der stummen e, welche sich der Verfasser erlaubt hat, scheint uns dem Geiste der französischen Sprache durchaus zu widersprechen. Wenn man diese sich gestattet, kann man allerdings jede beliebige zehn Sylben für einen jambischen Fünffüssler erklären. Eben die Menge der tonlosen Monosyllaben, welche in jedem französischen Satze uns begegnen (die me, te, se, nous, vous, les, leur, je, tu, ils, ne, en y, le, la u. s. w.) haben die Bildung regelmässiger Versmasse im Französischen unmöglich gemacht. Der Rhythmus ist ein freierer. Die Summe der Arsen und Thesen ist gegeben, die Zahl der Arsen schwankt zwischen gewissen Gränzen hin und her, die Stelle der Arsen ist zum Theil eine feste, Theil eine bewegliche. Bromberg

Weigand.

zum

Uebungsbücher zum Uebersetzen aus dem Deutschen in's Eng

lische, so wie aus dem Englischen in's Deutsche, herausgegeben von J. Morris.

Wenn wir bei dem Studium der neueren Sprachen zunächst das Ziel verfolgen, welches sie mit allen. übrigen Unterrichtsgegenständen gemein haben, nämlich den Geist zu bilden, das Denkvermögen zu üben, das Urtheil zu schärfen: so tritt grade bei ihrer Erlernung noch ein zweites Moment hinzu, welches ihnen, zumal in der Neuzeit, einen hohen, immer mehr steigenden Werth verleiht, das ihrer praktischen Verwerthung. Zu einem möglichst gründlich theoretisch-grammatischen Unterrichte muss also bei den neueren Sprachen eine vielseitige praktische Einübung mündlich und schriftlich hinzutreten, und zwar glauben wir, dass diese letztere nicht, wie manche sonst gewiss höchst achtungswerthe Lehrer meinen, dem ersteren vorangehen müsse, sondern erst dann mit nachhaltigem Erfolge eintreten könne, wenn bereits eine sichere grammatische Grundlage gewonnen ist. Gibt es nun zwar der Mittel und Wege viel, eine moderne Sprache praktisch einzuüben und in dieser Beziehung ist der häufige Umgang mit gebildeten Nationalen unstreitig das beste Mittel so wird man doch nicht in Abrede stellen können, dass der von Herrn J. Morris eingeschlagene Weg, umsichtig und gewissenbaft verfolgt, zu dem erwünschtesten Resultate führen muss. Indem er nämlich bei der Auswahl seiner Stoffe zunächst das höhere Volksleben unserer deutschen Nation berücksichtigen zu müssen geglaubt, hat er sechs beliebte und interessante Dramen, grösstentheils von Benedix, für die Uebersetzung in's Englische vorbereitet, um so der Erlernung der gebildeten Umgangssprache, wie sie in England zu finden, den Weg zu bahnen. Ein zehnjähriger Aufenthalt in England und Schottland hat ihm eine gründliche Kenntniss des englischen Idioms verschafft, die er bereits als Uebersetzer mehrerer geschichtlich-philosophischer Werke aus dem Deutschen in's Englische hinlänglich bekundet hat. Von den sechs Dramen nun: Dr. Wespe und ein Lustspiel von Benedix, die Journalisten von Freytag (bei Ehlermann in Hannover), das Gefängniss von Benedix (bei Fabricius in Magdeburg), der Kaufmann von Benedix (bei Rob. Friese in Leipzig) und Mathilde von Benedix (bei Nicolai in Berlin erschienen), stehen die fünf ersteren, was die grösseren oder geringeren Schwierigkeiten des Uebersetzens anlangt, ungefähr auf demselben Standpunkte und sind für denjenigen Theil von Schülern bestimmt, welche zwar den elementaren Cursus der Sprache durchgemacht, aber sich noch nicht viel mit Uebertragung von Conversationsstoffen beschäftigt haben. Das zuletzt genannte Drama, welches einen weit 'ernsteren Charakter an sich trägt, bietet für die Uebersetzung grössere Schwierigkeiten dar und ist daher schon vorgerückteren Schülern anzuempfehlen. Zu jeder Seite des Textes giebt Herr Morris unten für die schwierigeren Sprachwendungen, die eine wörtliche Uebersetzung in die fremde Sprache nicht gestatten, die nöthigen Fingerzeige, die grösstentheils rein idiomatischer, seltener grammatischer Art sind. Als Anbang finden wir bei jedem Drama ein alphabetisch geordnetes Wörterbuch, welches den ganzen Schatz der im Werke vorkommenden Wörter umfasst, wobei die Rücksicht beobachtet ist, dass da, wo mehrere englische Ausdrücke gleichzeitig für ein und dasselbe deutsche Wort anwendbar sind, dieselben nur ein Comma zwischeneinander haben, wäbrend solche, die dasselbe deutsche Wort, aber in anderer Bedeutung und zu einer andern Stelle des Textes gehörig, darstellen, durch ein Semicolon von den übrigen getrennt sind. Eine kurze Einleitung hat Herr Morris nur dem zuerst von ihm bearbeiteten „Gefängniss“ vorangeschickt, in welcher er die Principien darlegt, die ibn bei Anfertigung seiner Arbeit geleitet. Ausser diesen sechs Dramen ist noch bei Nicolai in Berlin: The Eskdale Herdboy von Lady Stoddart, von demselben Bearbeiter erschienen. Dieses Buch hat den Zweck, einen leichten und unterbaltenden englischen Lese- und Vebersetzungsstoff den Schülern an die Hand zu geben, welche mit dem elementaren Theile der Grammatik noch nicht zu vertraut sind. Endlich hat noch Herr Morris die beiden in einem Bande bei Robert Friese in Leipzig erschienenen Macaulay'schen essays: Lord Clive und Mad. D'Arblay edirt. Die diesem Werke beigefügten Érklärungen sind: 1) stofflicher Art, indem sie über die im Texte vorkommenden Personen und Ereignisse die nöthigsten Aufschlüsse geben; 2) linguistischer, insofern sie diejenigen Stellen des Textes, deren Verständniss Schwierigkeiten bieten dürfte, erläutern.

Mögen diese Werke, welche nach unserer Ueberzeugung den oben angedeuteten Zweck des Herausgebers vollständig zu erreichen geeignet sind, Lehrern und Schülern gleich sehr empfohlen sein!

Dr. Philipp

Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit. Neue Folge,

8. Jahrgang. Nro. 9 - 12. Nürnberg 1861.

Ein merkwürdiger Taufstein_aus dem 12. Jabrhundert. Von Gust. Sommer in Zeitz. Angabe des Fundorts und Abbildung des Taufsteins.

Alte Taufbecken aus Messing. Von G. Sommer in Zeitz. Besprechung alter Taufbecken und Inschriften in denselben mit Hinweisung auf Otte's Kunst-Archäologie.

Ein Schuldner 'muss bis zur Tilgung der Schuld aus der Stadt fahren. Mittheilung einer Urkunde aus dem Archiv des Museums von R. v. S. (Roth von Schreckenstein).

Aus dem ältesten Pirnaer Stadtbuche. Vom Archivar Herschel in Dresden. Einige interessante Notizen über Namen, Gewerbe, geschäftlichen Verkehr u. dergl. aus den Jahren 1432—1463.

Ueber Entstehung und Verfassung des dem Nicodemus Frischlin zugeschriebenen Gedichts vom St. Christophel. Von W. Nebel, Pfarrer in Dreieichenbain. Herr Nebel weist nach, dass Frischlin nur der Ueberarbeiter des Gedichts, dagegen ein Pfarrer Andreas Schönwaldt zu Nain in der Dreieich, jetzt Dreieichenhain, der wirkliche Verfasser ist.

Der Sarg des Bischofs Adeloch in der St. Thomaskirche zu Strassburg. Von Dr. K. Schmidt, Professor zu Strassburg: Angabe über Anfertigung und genaue Beschreibung des kunstvollen Sarges des 9. Jahrhunderts. Das Wappen Wolfram's von Eschenbach. Von Dr. From

Nach kurzer Erwähnung der bisherigen Annahme über Wolfram's Wappen führt der gelehrte Herr Verf. ein neuaufgefundenes Zeugniss vor, aus welchem hervorgeht, 1) dass das mittelfränkische, ehemals dem Deutschorden gehörige Eschenbach wirklich Wolfram’s Heimat und Ruhestätte ist; 2) dass dessen Grabstein noch im Anfange des 17. Jahrhunderts bekannt gewesen und dass derselbe 3) nicht einen Affen, sondern wirklich einen Hasen im Wappen Wolfram's zeigte.

Filzschuhe als Abgabe von Klöstern. Von Dr. Märcker, Geh. Archivrath zu Berlin. Der Verf. sucht aus mehreren Citaten des 13. Jahrhunderts und später zu beweisen, dass Filz-, Nacht- oder Morgenschuhe Stiftern oder sonstigen Wohlthätern der Klöster in dem Falle gegeben wurden, wo dieselben sich die Jurisdiction über die vergabten Güter vorbehielten und diente also als Zeichen des von Seiten des Klosters anerkannten Vogteirechts. In jedem Falle hat Herr Dr. Märcker das Verdienst, auf diesen immerhin bemerkenswerthen Brauch aufmerksam gemacht zu haben.

St. Oswaldt's Leben. Von Dr. K. Bartsch in Rostock. Nachträge aus einer Olmützer Handschrift zu der vom Verf. besorgten Ausgabe eines Gedichts über St. Oswald und Pfeiffer's Germania II. und V. Band.

Die Geschichte des Klosters Schönau in Bildern. Im Besitz des Germ. Museums befinden sich 10 Handzeichnungen aus dem 16. Jahrhundert, welche die Grundlage des Cisterzienserklosters Schönau darstellen; dieselben werden näher beschrieben und eine von ihnen wird abbildlich mitgetheilt.

Zur Geschichte der Zipser Stadt Schmöllnitz. Von Dr. Erasmus Schwab in Kaschau. Míttheilung und Erklärung eines Schreibens der Gemeine Schmöllnitz an den Fürsten Raxoczy aus dem Jahre 1704.

mann.

Belagerung und Eroberung Hohenzollerns im Jahre 1423. Von Dr. Barack in Donaueschingen. Aus der Zimmernschen Chronik zu Donaueschingen wird eine Stelle über die genannte Belagerung mitgetheilt.

Ueber Herzog Ulrich von Würtemberg von einem Zeitgenossen. Von Prof. Dr. Joh. Voigt in Königsberg. Aus einem Briefe des Nürnberger Rathsmannes Hieronymus Schürstab. Nürnberg am heiligen Christabend im 1544. Jahre.

Ueber den Beinamen Pape Wulf. Vom Kreisgerichtsdirector Odebrecht in Berlin. Der Ritter Wulf mit dem Beinamen Pape wird in Urkunden des 13. Jahrhunderts häufig rühmlichst erwähnt. Der Ursprung der Benennung wird nicht näher nachgewiesen und es wäre zu wünschen, dass, da Herr Odebrecht noch einige Beinamen ähnlicher Art anführt, über die ganze Sache eine gründliche Untersuchung angestellt würde.

Zur Literatur der Todtentänze. Bibliographische Notiz über ein vor Kurzem in Besitz des Germanischen Museums gekommenes Exemplar des Holbein'schen Todtentanzes.

Zur Geschichte der bäuerlichen Lasten in Franken. Von R. v. S. Mittheilung einer Aufzeichnung aus dem Salbuche des Wilb. Löffelholz (um 1463 geschrieben), nebst einigen Noten des Herrn von Schreckenstein.

Der Schrein der sogenannten Reichsreliquien zu Nürnberg. Beschreibung und Abbildung dieses in älterer und neuerer Zeit oft genannten, jetzt im Germ. Museum befindlichen Schreins, in welchem die Krönungsinsignien des heiligen römisch-deutschen Reichs zu Nürnberg aufbewahrt wurden.

Beilagen, Chronik des Museums, Recensionen, Anzeigen u. dergl. entbaltend, wie immer. Berlin.

Dr. Sachse.

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Germania. Vierteljahrsschrift für deutsche Alterthumskunde.

Herausgegeben von Fr. Pfeiffer. 6. Jahrgang, 3. Heft.
Wien, 1861.

Ueber Johannes Rothe. Von Fedor Bech. Fortsetzung der in früheren Heften begonnenen wichtigen Untersuchungen über Rothe's Leben und Werke; ganz besonders auch über den thüringischen Dialekt. Vorzüglich interessant ist die zweite Hälfte des Aufsatzes über ein Büchlein, welches Vilmar 1835 unter den von ihm selbst erfundenen Titel „von der stete ampten und von der fursten ratgeben“ herausgegeben hat, und dem er den Titel „von des ratis zucht“ vindicirt.

Von Thors Müttern und Frauen. Von Wolfgang Menzel. Hacberta. Von demselben. Zusammenstellung aufgelesener Notizen verbunden mit allerlei Conjecturen.

Der helle krieg. Von Zingerle aus dem Wiltener Codex mitgetheilt, 25 Strophen von Klugsor im schwarzen Ton. Ohne poetische, jedoch nicht ohne culturhistorische Bedeutung.

O Sehnen, du viel bittres Kraut. Aus einer Handschrift vom Jabre 1512 von Hoffmann von Fallersleben mitgetheilt. Die Ueberschrift ist der Anfang der dritten Strophe. Die erste begi t: Wann ich ansich

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