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H 39 Vorwort.

1841 Der Herr Verleger dieser Ausgabe von Herder's Jdeen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit ersuchte mich so freundlich um eine Einleitung in dieses Werf und um Anmerkungen zu demselben, daß ich theils wegen dieses ehrenvollén Zutrauens, theils aus Ehrfürcht für den Verewigten nicht umhin konnte, die Erfüllung des Gesudys zu versprechen. Sobald es meine Berufsgeschäfte und andere Arbeiten erlaubten, fing ich auch in der That an, das Werk mit Anmerkungen und Zusåpen mancherlei Art zu begleiten. Meine Absicht dabei war, immer den Punkt, auf welchen es mir anzukommen schien, durch neue Erläuterungen aus eigner oder fremder Forschung mehr hervorzuheben, den Gang der Untersuchung deutlicher zu be. zeichnen, das Ziel klarer nachzuweisen, und das Einzelne, so viel als möglich, in das Ganze hineinzubilden und auf das Ziel hinzuleiten. Ich fand aber bald, daß es schwer sein würde, wenn nicht unmöglich, diese Absicht auszuführen. Ginmal würde die Anzahl der Anmerkungen und Zusäße sehr groß geworden sein, und dennoch wäre mir gewiß nicht gelungen, zu erreichen, was ich erstrebte, und das reich aus- . gestattete Werk zu einfacher, klarer Einheit zu bringen. Zweitens schien es auch keineswegs gerathen, gegen Herdern hin und wieder zu streiten; und dieses håtte fich schwerlich vermeiden lassen. Denn wenn ich auch im AIL gemeinen mit dem übereinstimme, welches der innerste Kern seiner Untersuchungen zu sein, oder vielmehr, welches sich im Innersten seines Gemüths bewegt und ihn zu diesem (in vieler Rücksicht höchst vortrefflichen) Werke bewogen zu haben scheint: so kann ich doch nicht leugnen, daß ich ihm

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