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XIII.

IV., i., 133

„And if your wife be not a “mad woman.“ The rhythm of this verse seems even more irregular than that of those we had just now under consideration. For here the last foot deviates more from the iambic rhythm than a spondee. It is a pure trochee, and, therefore, the verse reads precisely like a Greek skazon, i. e., limping iambic verse, where the last foot is regularly and purposely a trochee, in order to produce a peculiar and almost ludicrous effect. But, upon closer examination, much of this oddity disappears. The expression, „mad woman,“ namely, is to be considered, not as two words, but as a compound substantive, the feminine of „madman." There is a difference in the accents on „mádman“ and „mad mán" the first is a trochee, the second an iambus. Just so, „mad woman“ differs from „mádwoman. The former has the accent on the penultimate, the latter on the antepenultimate. Now, by a fundamental law of the English language, in every word of three syllables, that syllable which immediately adjoins the accented syllable can, in poetry, be

an unaccented (or short) syllable; and that syllable which immediately adjoins this short or unaccented syllable and is, therefore, separated by it from the accented syllable

receives a secondary accent, and can, therefore, be used as long. Thus, in devotee, disregárd, entertain, the antepenultimate receives

a secondary accent; in majesty, provident, tówering, the ultimate does the same. Applying this rule to the word madwoman, we shall find that it can be scanned as amphimacer mádwomán, or in other words, that the second part of it, the word „woman“ can change its original accent from that of a trochee to that of an iambus.

used as

XIV.
V., i., 24 -

Jessica.
„I am never merry, when I hear sweet music.“

66 not

It is worth while to inquire what is the precise meaning of „merry.“ Surely, Jessica cannot mean to say that music makes her sad. She speaks in general of „sweet music, of solemn adagios, only, that melt the heart, and produce that sweet, softening melancholy, so soothing and delightful. To get at the true meaning of „merry," we must widen the enquiry, and compare the opposite of „merry,“ viz., „sad.“ There is an obvious connection between , sadness and attention,“ „thoughtfulness and reflection;" and between „mirth,“ and „thoughtlessness,“ and „inattention.“ Thus, in „Midsummer Night's Dream,“ IV., 1.

Then, my queen, in silence sad,

Trip we after the night's shade. ,,Winter's Tale,“ IV.

„My father and the gentleman are in sad talk.“ Here, as Warburton observes, sad signifies only grave, sober. Blackstone quotes a statute 3 Henry VII., c. xiv., which directs certain offences, committed in the king's palace, to be tried by twelve sad men of the king's household. Here we have the judex tristis of Latin phraseology, who is not a sad melancholy judge, but one composed to serious attention and gravity, the very opposite quality of that which charakterises the reveller and the merry-maker. This connection between mirth and thoughtlessness is exemplified in Goldsmith's „Deserted Village,“ 122

„And the loud laugh that spoke the vacant mind,“

and 255

„Spontaneous joys, where nature has its play,

Lightly they frolic o'er the vacant mind;“ and, on the other hand, how closely correlative are sadness and thought is shown in the same poem, v. 136

„The sad historian of the pensive plain“ where „pensive“ evidently means „mournful.“ Jessica, therefore, in saying she is not merry when she hears sweet music,

Archiv f. n. Sprachen. XXXI.

28

means to imply that she cannot think of anything else – that she is riveted by music that she must listen and attend to it; and this is precisely the sense in which Lorenzo takes it, and which he fully explains by saying

„The reason is, your spirits are attentive.“ Liverpool.

Dr. W. Ihne.

Beurtheilungen und kurze Anzeigen.

Die Verwendung des deutschen Lesebuchs für den deutschen

Unterricht in Gymnasien und Realschulen. Nachgewiesen an Götzinger's Lesebuch von Dr. Ludwig Frauer. Schaffhausen, Hurter'sche Buchhandlung. - 1861.

„Ein deutsches Lesebuch ist an sich etwas Todtes, Leben erhält es erst durch die Art, wie es vom Lehrer angesehen, benützt unil behandelt wird.“ „Das deutsche Lesebuch soll den Mittelpunkt des deutschen Unterrichts in der Mittelschule bilden.“ Mit diesen beiden Sätzen eröffnet der Verfasser seine Ansichten über den Zweck und Gebrauch eines Lesebuchs; über den Werth desselben für die Bildung, der mittleren Volksschichten und geht dann daher ein auf das Götzinger'sche Lesebuch und dessen Verwerthung für mündliche und schriftliche Arbeiten.

Bei der Wichtigkeit, die der Gegenstand hat zumal für uns, die wir, worauf ich erst kürzlich in meinem Jahresbericht nachdrücklichst hingewiesen babe, dem deutschen Unterricht noch nicht das volle Recht einräumen, das er beanspruchen kann und muss, bei der Gründlichkeit und Gediegenheit der ganzen Arbeit des Verfassers scheint es mir angemessen, den Inhalt des Buches ausführlicher, als es bei Büchern ähnlicher Art -nöthig ist, darzulegen

Eins der wichtigsten Mittel zur Bildung des Mittelstandes, sagt der Verfasser, ist neben der Lateinischen Sprache, neben der Geschichte des Vaterlandes, neben Naturwissenschaften, Mathematik und Zeichnen der rechte Betrieb der deutschen Sprache. Die Gelebrsamkeit, so weit davon die Rede sein kann, dieser mitileren Schichten des Volkes wird eine naturwüchsige und nationale sein müssen; sie wird besonders auch darin bestehen müssen, dass sie das, was gut deutsch und was schlecht deutsch geschrieben ist, verstehen und unterscheiden konuen, und dass sie selbst gut deutsch zu sprechen und zu schreiben im Stande sind. Zur Erlangung einer solchen Sebulbildung ist freilich für diese Kreise eine Verlängerung der Schulzeit nöthig. Wer Kaufmann, Apotheker, Buchhändler, Buchdrucker, Fabrikant, Techniker, Forstmann, Oeconom u. s. w werden will, der muss, wenn er später als Deutscher Bürger dem Beamten ebenbürtig zur Seite, beziehungsweise auch ihm gegenübertreten will, bis zum sechzehnten oder siebzehnten Lebensjabre die bumanistiscbe oder realistische Gymnasialschule besuchen. Die Einführung in die Literatur und Poesie fällt nicht zusammen, die letztere geschieht früher, die erstere später, wenigstens in vollständiger Weise am Schlusse des Gymnasialeursus.“ Dass dazu auf dieser Stufe auch das Studium des Altdeutschen gebört, versteht sich von selbst; und der Einwurf, das Altdeutsche gehöre ganz allein auf die Universität, ist nichtig: „Ein bobleres Wort kann kaum gesprochen werden.“ Ueberbaupt sollte das nationale Band, welches in unserer Sprache und Literatur liegt, weit mehr gepflegt und benutzt werden von einer Nation, welche so wenig nationale Bande besitzt. Man beklagt sich über die Regierungen, über die Dynastieen, als ob diese allein oder vorzugsweise die Einigung Deutschlands verhinderten. Aber wären sie im Stande, ernsthafte Hindernisse zu bereiten, wenn nicht in der Nation selbst, im ganzen Volk die Elemente der Trennung und des Gegensatzes lägen und ungehindert wucherten? Wie weit auseinander stehen im deutschen Volke selbst die Gegensätze, die Richtungen und Bestrebungen und deren Vertreter! Wie gross ist die Trennung zwischen den sogenannten studierten Ständen und den unstudierten, zwischen dem Beamten und dem Gewerbsmann, zwischen dem Offizier und dem Literaten, zwischen dem Edelmann und dem Bürger, zwischen dem Preussen und dem Baier, ja selbst zwischen dem Baier und dem Schwaben! Welch weite Kluft besteht zwischen dem katholischen Priester und dem protestantischen Pfarrer! Kaum kennen sie sich als die Glieder Eines Volkes. Wie anders wäre es, welch kühnere Hoffnungen dürften wir für den Ausbau unseres politischen und socialen Lebens schöpfen, wenn durch eine nationalere Erziehung den Gegensätzen der Stachel, das Gift genommen wäre; wenn dem Beamten und dem höheren Gewerbsmann, dem Offizier und dem Literaten, dem Edelmann und dem Bürger, dem Preussen und dem Baier, dem protestantischen Philosophen und dem katholischen Priester, wenn ihnen allen durch das Gymnasium oder die höhere Realschule wirkliche Liebe zu deutscher Sprache eingeflosst worden wäre, gegründet auf eine mässige aber sichere Kerntniss in diesem Gebiete!

Indem er nun auf den deutschen Unterricht im Sprechen und Schreiben, den Hauptzweek seiner ganzen Schrift, näher eingeht, schickt er die Behauptung voran, dass der Unterricht und die Uebung in deutschen Sprechen in den meisten Mittelschulen vernachlässigt werde. „Man nimmt an, der Schüler lerne genugsam deutsch sprechen durch die realen Unterrichtsstoffe, durch Religion, Sprachen, Geschichte, Mathematik. Man bedenkt nicht, dass in den Unterrichtsstunden, welche diesen Gegenständen gewidmet sind, der Lebrer genöthigt ist, sich mehr mit dem Inhalt als mit der Form zu beschäftigen, dass er oft zufrieden sein muss, wenn die Schüler den Gedanken erfasst haben, dass er also nicht immer eine Wiedergabe des Gedankens von Seiten des Schülers in guter, fliessender Form erwarten kann.“ Alle Vebungen im Schreiben, im Stil, in Aufsätzen stehen rein in der Luft, wenn sie nicht gebaut sind auf die Grundlage der Sprechübungen. Schreiben ist überhaupt nur ein Ersatz des Sprechens. Es soll nichts geschrieben werden, was nicht schon gesprochen wurde, nichts, was so hoch über dem Bewusstsein des Schülers steht, dass es nur von aussen in ibn bineingepaukt werden muss, nichts, was nicht leicht und frei von dem Schüler gesprochen werden könnte. Woher soll nun der Schüler den Stoff nehmen? Vorzugsweise aus dem Lesebuche; wo er denselben aber auch aus sich selbst und aus seinem eigenen Leben schöpft, da soll er Vor- und Musterbilder aus dem Lesebuche nehmen. Da nun selbstständige Arbeiten von noch nicht erwachsenen Jünglingen eine Unmöglicbkeit sind, Uebersetzung aus alten Sprachen allein nach deren Eigenthümlichkeit auf den deutschen Stil nachtheilig einwirken muss und der Beweis kann zu tausend Malen geführt werden -- eingewirkt hat, so muss das Lesebuch in befruchtender Weise gebraucht werden und der Verfasser legt nun das Götzinger's zu Grunde, welches, für Elementarschulen nicht geeignet, der angegebenen Alters- und Bildungsstufe angemessen ist. Bevor er die einzelnen Stücke durchgeht und sie nach den Gesichtspunkten betrachtet, zu welchen Uebungen sie Anlass geben können, stellt er die Hauptübungen zusammen und führt einige wesentliche methodologische Grundsätze an,

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